Tierwohl

Anbindehaltung: Bundesrat kippt Hessens Antrag

Josef Koch Redakteur Agrarpolitik
Josef Koch
am Freitag, 03.07.2020 - 15:51

DIe Bundesländer lehnten heute den Antrag Hessen auf das Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung von Rindern ab.

MR_Anbindehaltung-Bayern

Im Gegensatz zum Verbot des Kastenstands in der heutigen Bundesratsentscheidung haben die Bundesländer den hessischen Antrag für ein Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung von Rindern sowie Vorgaben für Elterntiere und Junghennen in der Legehennenhaltung abgelehnt. Dafür hat sich vor allem Bayern stark gemacht.

Diese zusätzlichen Vorgaben waren laut Bayerischem Bauernverband (BBV) entgegen der ursprünglichen politischen Absicht, die Änderung der Verordnung auf die Wiederherstellung der Rechtssicherheit für Sauenhalter zu beschränken, kurzfristig und ohne die nötige fachliche Diskussion Anfang diesen Jahres im Agrarausschuss des Bundesrates eingebracht worden.

Bayern setzt auf Kombinationshaltung

„Ein Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung würde bei uns zahlreiche kleine bäuerliche Familienbetriebe zur Aufgabe zwingen und zu einem dramatischen Strukturbruch in der bayerischen Milcherzeugung führen“, warnt BBV-Präsident Walter Heidl. 

Der BBV setzt stattdessen auf eine behutsame Weiterentwicklung in der Milchviehhaltung durch die bestehende gemeinsame Initiative zur Kombinationshaltung in Bayern von Bayerischem Bauernverband und Molkereiverbänden.