Erneuerbare Energie

Agri-PV: Auflagen bei Bedarf nachbessern

Josef Koch
Josef Koch
am Dienstag, 05.10.2021 - 16:20

Dem Bauernverband sind die Auflagen für die Sonderausschreibungen für Agri-Photovoltaik (Agri-PV) zu lasch.

Agri-PV

Mit den Auflagen für Agri-Photovoltaik für ausstehenden Innovationsausschreibungen im Erneuerbaren Energien Gesetz 2021 (EEG) ist der Deutsche Bauernverband nicht ganz zufrieden.  Die Bundesnetzagentur hatte die Bedingungen am 1. Oktober veröffentlicht. Laut  stellvertretendem DBV-Generalsekretär Udo Hemmerling hat sich der Berufsstand "anspruchsvoller Regeln" vorgestellt.

So werde man nun genau hinsehen, ob in der Ausschreibung tatsächlich innovative Anlagenkonzepte zum Zuge kommen. Sollte sich herausstellen, dass nur geringfügig veränderte Solar-Freiflächenanlagen den Zuschlag erhielten, müssten die Kriterien für künftige Ausschreibungen verschärft werden, so Hemmerling.

Nötiger Referenzertrag ist dem Berufsstand zu niedrig

Ginge es dem Bauernverband nach, sollten auf den betroffenen Flächen mindestens 80 % des landwirtschaftlichen Referenzertrages nötig sein, um als Agri-PV anerkannt zu werden. Der Bundesnetzagentur reicht dagegen ein Ertrag auf den PV-Flächen von nur 66 % des Referenzertrages aus. Zudem hatte der DBV gefordert, dass der Verlust an landwirtschaftlich nutzbarer Fläche durch Konstruktionselemente maximal 10 % der Gesamtprojektfläche nicht überschreiten darf. Dazu hat die Netztagentur gar nichts festgelegt.

Nach den Vorgaben der Bundesnetzagentur können Landwirte Solaranlagen auf Ackerflächen sowie Flächen mit Dauerkulturen oder mehrjährigen Kulturen errichten. Dauergrünland und Dauerweideland fallen darunter. Das gilt auch für Flächen, auf denen Gras- oder Grünfutterpflanzen wachsen.

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