Tierseuche

Afrikanische Schweinepest: Heidl fordert entschlossenes Handeln

Josef Koch
Josef Koch
am Freitag, 11.09.2020 - 09:47

Die Verantwortlichen müssen schnell handeln, damit sich die Afrikanische Schweinepest nicht weiter ausbreitet. Das fordert BBV-Präsident Walter Heidl.

Bauernverband

Nachdem Südkorea wegen des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland bereits gestern einen Exportstopp für deutsches Schweinefleisch verhängt hat, fordert Bauernpräsident Walter Heidl fordert deshalb entschlossenes Handeln von Politik, Behörden und Marktpartnern.

„Vor Ort in Brandenburg müssen jetzt alle Maßnahmen getroffen werden, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Dazu sind eine intensivere Bejagung und auch ein fester Zaun notwendig", so Heidl. Brandenburg hatte an der Grenze zu Polen im Dezember 2019 lediglich auf einer Länge von 120 km mobile Wildschutzzäune eingerichtet. 

Nach einem Bericht des ZDF-heute journals ist Brandenburg "aus personellen Gründen aber erst am Montag in der Lage, entsprechende Sperr - und Pufferzonen einzurichten."

Deutschland führte im ersten Halbjahr 2020 rund 46.000 t Schweinefleisch nach Südkorea aus. Nach China mit über 380.000 t war das asiatische Land der zweitgrößte Abnehmer in der Region.

Regionalisierungsklausel schnell umsetzen

Marktpartner wie der Lebensmitteleinzelhandel oder Schlachtunternehmen müssen laut BBV-Präsident alles unternehmen, um den Markt zu stabilisieren und dürfen diese Ausnahmesituation nicht ausnutzen. Damit Exporte weiterhin möglich bleiben, ist das Bundeslandwirtschaftsministerium gefordert, alles zu tun, um eine Regionalisierungsklausel in Abkommen mit Drittstaaten zu ermöglichen.

Der Bayerische Bauernverband wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass auch hier in Bayern alles getan wird, Schweinehalter bei ihren Biosicherheitsmaßnahmen zu unterstützen. Außerdem fordert Heidl die Bejagung von Schwarzwild zu forcieren und alle dazu unterstützenden Maßnahmen zu ergreifen.