Biodiversität

30 Millionen Bäume für den Staatswald

Wald
Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Mittwoch, 31.07.2019 - 13:41

Erwirtschaftete Überschüsse der Bayerischen Staatsforsten sollen künftig nicht mehr in die Staatskasse fließen.

Bayern will die Bewirtschaftung des Staatswalds zukünftig an den Leistungen für den Klimaschutz und die Artenvielfalt ausrichten. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Kabinett ein Acht-Punkte-Programm auf den Weg gebracht. Es umfasst folgende Maßnahmen:

  • Erwirtschaftete Überschüsse der Bayerischen Staatsforsten sollen künftig nicht mehr in die Staatskasse fließen, sondern dazu verwendet werden, die Wälder und auch die Moore als wichtige CO2-Speicher zu erhalten und klimafester zu machen.
  • In den nächsten fünf Jahren werden im Staatswald 30 Millionen Bäume gepflanzt, eine Millionen Bäume pro Jahr mehr als bislang.
  • Besonders naturnahe und ursprüngliche alte staatliche Wälder werden aus der Nutzung genommen.
  • Im Raum Neuburg an der Donau / Ingolstadt wird auf Staatswaldflächen ein 2.000 Hektar großes Schutzgebiet im Auwald ausgewiesen.
  • Um die erneuerbaren Energien zu stärken, wird die Standortsuche für Windenergieanlagen im Staatswald intensiviert.
  • Die Forschung zu wärmeverträglichen Baumarten wird für den dauerhaften Erhalt und die Zukunftsfähigkeit der Wälder verstärkt.
  • Verstärkter Einsatz von Holz als Baumaterial.
  • Vermehrten Einsatz von Restholz in der energetischen Verwertung.
  • Um Anreize für Waldumbau und Artenvielfalt zu geben, werden Waldbesitzer künftig zusätzliche Mittel und weitere Beratung erhalten.