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Handelsspanne

Verbraucherpreise steigen, Erzeugerpreise sinken

Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Mittwoch, 23.06.2021 - 07:35

Im Coronajahr 2020 sind die Preise auseinandergedriftet. Die Verbraucher zahlen mehr, bei den Bauern kommt nichts an.

Lebensmittel

In der Wahrnehmung vieler Menschen sind die Lebensmittelpreise während des Coronajahrs 2020 deutlich gestiegen. Tatsächlich lagen die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke um 2,3 Prozent höher als 2019.

In den Erzeugerpreisen für landwirtschaftliche Produkte spiegelt sich das jedoch nicht wieder. Sie sanken im selben Zeitraum um 3,3 Prozent. Besonders hart traf es die Kartoffelanbaubetriebe, die einen Preisrückgang von über 40 Prozent hinnehmen mussten. Erfreulich war die Preisentwicklung hingegen aus Sicht der Erdbeererzeugerinnen und -erzeuger, die 2020 für ihre Ware gut 39 Prozent mehr erhielten als noch 2019.

Vor allem aber zeigen diese Werte, wie groß die Preisschwankungen sind, mit denen Landwirtinnen und Landwirte von Jahr zu Jahr kalkulieren müssen.

Bleibt die Frage, wo blieb die Differrenz hängen. Handelsspanne hat jedenfalls kräftig zugelegt.