Aus der Wirtschaft

Umsatzeinbußen für die Raiffeisengenossenschaften

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Karola Meeder Portrait 2019
Karola Meeder
am Mittwoch, 02.01.2019 - 16:10

Die Dürre des Sommers 2018 hat auch dengenossenschaftlich strukturierten Unternehmen im Bundesgebiet spürbar zugesetzt. Man geht von einem Umsatzminus von knapp 10 % aus.

Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) geht nach  vorläufigen Schätzungen davon aus, dass die Unternehmen ein Umsatzminus von 9,3 % verbucht haben. Den Gesamtumsatz schätzt der Raiffeisenverband für 2018 auf 57,2 Mrd Euro - im Jahr zuvor waren es 63,0 Mrd Euro.

Die Warenwirtschaft ist mit einem geschätzten Gesamtumsatz von 32,6 Mrd Euro die erlösstärkste Sparte im DRV. Dieser bescheinigt den betreffenden Unternehmen, sich im vergangenen Jahr gut auf dem herausfordernden deutschen Markt behauptet zu haben. Dennoch hätten sie einen Umsatzrückgang von rund 1,7 Mrd Euro oder etwa 5 % hinnehmen müssen. Ausschlaggebend dafür seien niedrigere Erlöse, insbesondere für Getreide und landwirtschaftliche Betriebsmittel.

Für die Milcherzeuger und Molkereien war 2018 dem Raiffeisenverband zufolge ein zufriedenstellendes Jahr. Deren Umsätze liegen nach vorläufigen DRV-Schätzungen bei 13,5 Mrd Euro; das wären 2 % weniger als 2017. Die genossenschaftlichen Schlachtbetriebe meldeten zwar stabile Schlachtzahlen, doch erzielten sie dem Marktverlauf entsprechend für ihre Produkte niedrigere Durchschnittspreise. Deshalb geht der Raiffeisenverband für diese Sparte von einem Umsatzrückgang um insgesamt gut 8 % auf rund 6 Mrd Euro aus.

Mit Material von AgE