Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Zuckerindustrie

Südzucker hebt Gewinnprognose an

Josef koch
Josef Koch
am Freitag, 12.08.2022 - 12:29

Vor allem Biokraftstofftochter CropEnergies wirft deutlich mehr Geld ab. Südzuckerergebnis soll um 50 Mio. € höher ausfallen.

CropEnergies

Die Bauernaktionäre der Südzucker AG können vielleicht auf eine höhere Dividende, und die Rübenanbauer auf bessere Preise hoffen.

Denn die Geschäfte der Südzucker AG laufen bisher besser als erwartet. Nach einer fortgesetzt positiven Entwicklung hat der Zuckerriese bestätigt seine Gewinnprognosen für das laufenden Wirtschaftsjahr 2022/23 angehoben. Grund dafür ist ein starkes zweites Quartal, vor allem bei der Tochter CropEnergies. So wird das operative Ergebnis sowie das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen ( EBITDA) deutlich gegenüber dem Vorjahresquartal ansteigen, teilt der Konzern mit.

 

Um 50 Mio. € besseres Ergebnis

In einer Insiderinformation gibt Südzucker an, nun einen Konzernumsatz von 8,9 bis 9,3 Mrd. € im laufenden Wirtschaftsjahr zu erwarten. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBITDA) wird nun in einer Bandbreite zwischen 810 und 910 Mio. € liegen. Die bisherige Prognose lag bei 760 bis 860 Mio. €. Das operative Konzernergebnis sieht der Zuckerriese nun zwischen 450 und 550 Mio. €, und damit um 50 Mio. € höher als bisher erwartet.

Der Quartalsbericht für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2022/23 wird am 13. Oktober 2022 veröffentlicht.

Risiken Gasversorgung und hohe Energiekosten

Südzucker verweist aber in der Anlegerinformation auf die unkalkulierbaren Risiken des Ukrainekriegs und der Corona-Pandemie. So gehen die Konzernlenker in ihrer Prognose davoan aus, dass der Ukraine-Krieg temporär und regional begrenzt bleibt, trotz der aktuellen Entwicklungen die physische Versorgung mit Energie und Rohstoffen gewährleistet ist und sich innerhalb des Geschäftsjahres 2022/23 die Absatz- und Beschaffungsmärkte wieder teilweise normalisieren.

Auch rechnet man damit, dass die Ausrufung der Alarmstufe des Gas-Notfallplans in Deutschland keine deutlichen negativen Preiswirkungen haben wird. Auch geht man in der Konzernzentrale davon aus, dass sich die im Rohstoff- und Energiebereich deutlich gestiegenen Preise in den neuen Kundenkontrakte weitergeben lassen.