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Weltmarkt

Soja: Versorgungsbilanz deutlich nach unten korrigiert

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Redaktion Wochenblatt
am Dienstag, 25.01.2022 - 12:13

Trockenheit in Südamerika veranlasst deutliche Kürzung der prognostizierten globalen Sojabohnenerzeugung.

Soja

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) korrigiert die globale Versorgungsbilanz für Sojabohnen deutlich nach unten. Die größte Veränderung erfuhr dabei die weltweite Erzeugung, die um 9,22 auf 372,56 Mio. t herabgesetzt wurde.

Ausschlaggebend für die Kürzung durch das USDA sind erwartete Ertragseinbußen infolge der anhaltenden Trockenheit in Südamerika. So wurde die Erzeugung in Brasilien, dem weltweit größten Erzeuger von Sojabohnen, um 5 auf 139 Mio. t reduziert. Auch Argentinien dürfte nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft eine kleinere Ernte einfahren. Gleiches gilt für Paraguay.

Verarbeitung und Vorräte gehen zurück

Versorgungsbilanz Soja

Auch die prognostizierte globale Verarbeitung von Sojabohnen wird um 2,02 auf 325,72 Mio. t nach unten korrigiert. Das wären dennoch 10,15 Mio. t mehr als im vergangenen Jahr.

Infolge der geringeren globalen Erzeugung dürften auch die weltweiten Vorräte im Wirtschaftsjahr 2021/22 zurückgehen. Gegenüber der Saison 2020/21 wird ein Rückgang um 4,7 Prozentpunkte erwartet.

Auch die Prognose für den Welthandel wurde im jüngsten Bericht des USDA zurückgenommen. Weltweit wichtigster Abnehmer bleibt China. Für die EU-27, Argentinien, Ägypten, Bangladesch und die Türkei sieht das USDA einen geringeren Bedarf als noch in der Dezember-Prognose.