Schweinemarkt

Schweinepest: Wo Deutschland wieder exportieren darf

Josef Koch
Josef Koch
am Freitag, 05.03.2021 - 13:16

Knapp ein halbes Jahr nach dem Ausbruch der Schweinepest sind wieder einige Exportmärkte für deutsches Schweinefleisch geöffnet.

Export-Schiff-Container

Wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mitteilt, habe Deutschland in intensiven Verhandlungen erreicht, dass einige Drittländer das sogenannte „Regionalisierungskonzept“ akzeptieren. Das bedeutet, dass der Export von Schweinefleisch aus ASP-freien Gebieten möglich ist. Gleichzeitig gibt es immer nehmen die Wildschweinfunde mit Afrikanischer Schweinepest weiter zu.

Eine solche Vereinbarung ist kürzlich auch mit Vietnam gelungen: Deutschland kann ab sofort wieder frisches Schweinefleisch nach Vietnam exportieren.

 Zudem verweist das BMEL auf weitere Verhandlungserfolge. Nach intensiven, fachlichen Verhandlungen habe Singapur ebenfalls erst kürzlich einer Regionalisierung zugestimmt, heißt es. Zudem ist es laut BEML gelungen in Verhandlungen mit Brasilien, Argentinien, Südafrika und Südkorea Ausnahmen von der vollständigen Exportsperre für behandelte/verarbeitete Schweinefleischerzeugnisse oder Produkte vom Schwein zu erreichen. 

Verhandlungen mit China dauern an

Bereits zeitnah nach dem Erstnachweis der ASP bei Wildschweinen gaben Bosnien-Herzegowina und Kanada Importe von frischem Schweinefleisch aus ASP-freien Gebieten frei. Thailand hat als erstes positives Signal die für drei Monate befristete Exportsperre nicht verlängert. Damit ist der Export für einzelne Unternehmen, die bisher schon von Thailand zugelassen waren, wieder möglich. Das BMEL hat das offizielle Marktöffnungsverfahren eingeleitet.

Darüber hinaus nutzt das Bundeslandwirtschaftsministerium derzeit – auch unter Einbeziehung des Bundeskanzleramtes – alle zur Verfügung stehenden Kontaktmöglichkeiten für die Regionalisierungsverhandlungen mit China.

Innerhalb der Europäischen Union ist der Handel mit Schweinefleisch weiter möglich, da das Regionalisierungskonzept für die ASP anerkannt ist. Entsprechend wird der innergemeinschaftliche Handel lediglich für jene Betriebe eingeschränkt, die im Restriktionsgebiet liegen.

 

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