Internationaler Handel

Schweinepest: China stoppt Importe

Stallbau
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Samstag, 12.09.2020 - 20:53

Aufgrund eines Falles von Afrikanischer Schweinepest in Brandenburg hat China die Einfuhr von Schweinefleisch aus Deutschland unterbrochen.

DBV-Präsident, Joachim Rukwied, zeigte sich besorgt über die Entscheidung Chinas, die Einfuhr von Schweinefleisch wegen des Fundes der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein zu unterbrechen: "China ist unser wichtigster Exportmarkt für Schweinefleisch außerhalb der EU. Das gilt besonders für Teile, die hier kaum verzehrt werden. Wir müssen jetzt alles tun, um die ASP bei Wildschweinen zu bekämpfen und eine Ausbreitung verhindern."

Hoffnung setzt Rukwied auf die Gespräche der Bundesregierung mit China über eine Regionalisierung: "Es muss wenigstens mittelfristig möglich sein, dass aus ASP-freien Gebieten weiter Schweinefleisch geliefert werden kann."

Der Markt reagiert auf die aktuellen Entwicklungen sehr drastisch. Die Senkung der Erzeugerpreise vom Freitag hält Rukwied für überzogen und inakzeptabel. Die Krise dürfe von den Verarbeitern und vom Handel nicht zu Lasten der Bauern ausgenutzt werden.