Schweinemarkt

Schweinefleisch: EU-Export steigt in erster Jahreshälfte

Josef Koch
Josef Koch
am Freitag, 27.08.2021 - 08:35

Mengen- und wertmäßig konnten EU-Schlachtunternehmen ihre Schweinefleischexporte in den ersten 6 Monaten steigern.

Hafen-Kühlcontainer

So schlecht, wie oft von Vermarktern behauptet, lief der EU-Schweinefleischexport in der ersten Jahreshälfte nicht. So kam es zu einer Steigerung um knapp 17% auf 2,96 Mio. t, wertmäßig ergab sich ein Plus von 14% auf 6,68 Mrd. Euro. Die Zahlen gelten für die EU ohne Großbritannien.

Dies geht aus aktuellen Daten der Marktbeobachtungsstelle der EU-Kommission hervor. Bereits im Vorjahr waren die Exporte von EU-Schweinefleischprodukten in Drittländer gegenüber 2019 mengenmäßig um 19% auf 5,42 Mio. t Karkassengewicht gestiegen.

Chinesen bleiben die wichtigsten Abnehmer

China blieb auch im ersten Halbjahr 2021 mit einem Anteil von 57% der weitaus größte Abnehmer der EU. Die Lieferungen von Schweinefleischprodukten in die Volksrepublik konnten um weitere 6% auf rund 1,69 Mio. t erhöht werden.

Bereits 2020 hatten die EU-Exporte nach China um 45% zugenommen. Der Grund für den gestiegenen Importbedarf sind bekanntlich die großen Einbußen bei der inländischen Schweinefleischerzeugung durch die Afrikanische Schweinepest.

Die EU-Exporte von Schweinefleischprodukten nach Japan wurden im ersten Halbjahr 2021 um 13% auf 170.000 t reduziert. Bei den Ausfuhren nach Südkorea ergab sich ein Zuwachs von knapp 3% auf 112.000 t, die Lieferungen nach Hongkong konnten um 9% auf 108.000 t zulegen. Ein wichtiger Abnehmer waren auch die Philippinen mit 185.000 t. Die Exporte in die USA konnten um mehr als ein Drittel (+37%) auf 64.000 gesteigert werden.

Mit Material von aiz