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Erzeugerpreise

Milchpreis legt um 57 % gegenüber Vorjahr zu

Milch führte im September 2022 das Ranking bei den landwirtschaftlichen Erzeugerpreisen an.
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Montag, 14.11.2022 - 12:00

Erzeugerpreise: Pflanzliche Produkte kosteten gegenüber September 2021 um 26 % mehr, tierische schlugen mit einem Plus von 49,1 % zu Buche.

Preisindex-landwirtschaftliche-Produkte_vjquartal_2022

Im Mittel waren die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im September 2022 um 39,4 % teurer als im September 2021. Die Steigerungsraten gegenüber dem Vorjahr haben damit noch kein Ende gefunden. Im August 2022 hatte die Veränderungsrate bei +34,5 % gelegen, im Juli 2022 bei +33,4 %.

Betrachtet man die Unterschiede für die beiden Sektoren, so hatte im August 2022 die Veränderungsrate für pflanzliche Erzeugnisse bei +21,3 %, für tierische Erzeugnisse bei +44,1 % gelegen.

Der Preisanstieg bei den pflanzlichen Produkten ist unter anderem auf die Getreidepreise zurückzuführen. Im September 2022 lag der Preisanstieg bei Getreide um 41,0 % über dem Vorjahresmonat. Im August 2022 hatte die Preissteigerung 39,7 % betragen.

Beim Obst geht es runter, bei Gemüse und Kartoffeln rauf

Die Erzeugerpreise für Obst waren im September 2022 um 4,7 % niedriger als noch vor einem Jahr. Preisrückgänge gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -20,6 %.

Beim Gemüse (+22,8 % gegenüber September 2021) stiegen insbesondere die Preise für Gurken (+48,0 %), Blumenkohl (+29,2 %) und Kohlgemüse (+24,5 %). Der Preisanstieg für Speisekartoffeln betrug im September 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat +73,0 %.

Milch um 57,5 % teurer

Die Preise für tierische Erzeugnisse lagen im September 2022 um 49,1 % über den Preisen vom September 2021. Bewegung gab es vor allem beim Milchpreis. Er stieg um 57,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat; im August 2022 waren es +55,9 % im Vorjahresvergleich.

Damit setzte sich der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat bei Milch seit März 2021 kontinuierlich fort. Im Juli 2022 hatte der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat erstmals bei über 50 % gelegen.

Masttiere zogen um 43 % an

Bei den Preisen für Tiere gab es im September 2022 einen Preisanstieg von 43,0 % im Vergleich zum September 2021. Im August 2022 hatte die Preissteigerung zum Vorjahresmonat 35,5 % betragen.

Dabei stiegen die Preise für Schlachtschweine im September 2022 um 63,1 %. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf das geringe Angebot schlachtreifer Schweine bei gleichbleibender Nachfrage zurückzuführen.

Die Preissteigerung bei Rindern betrug 21,1 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Preise für Geflügel lagen im September 2022 um 35,5 % höher als im September2021. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere höhere Preise für Hähnchen (+37,8 %).