Milchmarkt

Milchpreis: Es geht langsam voran

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VMB
am Donnerstag, 22.04.2021 - 10:04

Der Milchpreis hat sich im März im Freistaat leicht verbessert.

Die Entwicklung auf dem Milchmarkt konnte in den letzten Monaten den Milcherzeugern durchaus Hoffnung auf weiterhin anziehende Erlöse machen. Die Vermarktung von Milcherzeugnissen weist größtenteils eine feste Tendenz auf. Die inländische Nachfrage – auch wenn der Gastronomie- und Hotelbereich Corona-bedingt noch immer geschlossen ist – hat ein hohes Niveau erklommen.
Gleichzeitig zeigt sich der Warenfluss der Milchprodukte im Außenhandel annähernd wieder auf seinem gewohnten Stand, bei einer zugleich schwindenden Milcherzeugungsmenge in Deutschland, wie auch in Europa.
Da die Milchvermarktung in verschiedenen Kanälen verläuft, sind Preisaufschläge leider nicht immer unmittelbar umzusetzen. Die Spotmärkte verspürten den Aufwind relativ schnell. Ebenfalls konnten für den Export, vorzugsweise für den Drittlandbereich verbesserte Produktpreise ausgehandelt werden. Allerdings werden auf dem heimischen Markt prozentual große Mengen an Milchprodukten über den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) abgesetzt. Oft werden Verkaufspreise über einen mittelfristigen Zeitraum vertraglich festgelegt, sodass positive Markttendenzen erst später, in neuen Kontraktgesprächen, umgesetzt werden können.
Im zweiten Quartal 2021 werden nun einige Vertragsverhandlungen wie bei Butter und den Milchfrischprodukten erfolgen. Hier wird sich entscheiden, wie sich die Milchpreise weiter entwickeln.

Geringe Erhöhung

Die Auszahlungen in Bayern haben sich daher im Monat März 2021 nur um rund 0,3 ct auf 35,3 ct/kg Milch erhöht. Die Bandbreite zwischen in den einzelnen bayerischen Regionen erweist sich als fast gleich hoch wie in den Vormonaten. Die Differenz zwischen den Gebieten beträgt 0,4 ct/kg Milch.
In Nordbayern liegt der gewichtete durchschnittliche Milchpreis bei 35,1 ct/kg Milch und im Süden, das heißt in Nieder-/Oberbayern bei 35,5 ct und 35,3 ct/kg Milch in Schwaben.
Gegenwärtig gestaltet sich die Marktentwicklung für den Verkauf von Milchprodukten generell als sehr positiv, sodass durchaus noch weitere Preiserhöhungen erfolgen könnten. Wie stark ausgeprägt diese Preisschritte vorangehen werden, hängt hauptsächlich von den nächsten Verhandlungsergebnissen mit dem LEH ab. Andererseits melden die internationalen Milchmärkte schon seit Jahresbeginn 2021 deutliche positive Veränderungen.

Biomilch: Gute Nachfrage

Da Biomilch weiter auf dem Milchmarkt durch eine gute Konsumnachfrage sehr ansprechend vermarktet werden kann, konnten auch die Verwertungen steigen. Der positive Markttrend macht sich dabei auch in kleinen Sprüngen bei den Milchauszahlungspreisen bemerkbar.
Der bayerische Durchschnittspreis für Biomilch hat sich im März 2021 um 0,2 ct auf 49,9 ct/kg Milch erhöht. Im Gegensatz zur derzeitigen konventionellen Milchproduktion – mit Minuszahlen gegenüber den Mengen des Vorjahres – wird bei der Produktion von Biomilch im Monat Januar 2021 eine Erhöhung um 3,6 % gemeldet.