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Neue Statistik

Mehr Gerste und Soja auf Bayerns Feldern

In Bayern werden rund 2 Millionen Hektar Ackerland bewirtschaftet, wichtigstes Getreide ist der Weizen.
Bayerisches Landesamt für Statistik
am Mittwoch, 16.11.2022 - 12:25

Mais ist weiterhin die bedeutendste Kulturpflanze, obwohl die Anbauflächen abnehmen.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik werden in Bayern nach den endgültigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung 2022 rund 3 095 400 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche, darunter 2 022 900 Hektar Ackerland, bewirtschaftet.

Mit 509 600 Hektar liegt die Anbaufläche für Weizen geringfügig über dem Vorjahresniveau (+0,9 %), während sich bei der Anbaufläche für Gerste eine Zunahme um knapp fünf Prozent auf 306 600 Hektar zeigt. Die Anbauflächen für Sojabohnen (+52,9 %) und Sonnenblumen (+46,9 %) steigen – wenngleich auf noch niedrigem Niveau – weiterhin stark.

Gerste nimmt um knapp fünf Prozent zu

Bayerns Landwirte bewirtschaften mit 52,6 % weiterhin über die Hälfte des Ackerlandes mit Getreide zur Körnergewinnung einschließlich Körnermais und Corn-Cob-Mix (CCM). Die hierfür genutzte Fläche steigt im Vergleich zum Vorjahr um 13 500 Hektar auf 1 063 800 Hektar. Die wichtigsten Fruchtarten dieser Kategorie sind wie in den Vorjahren Weizen mit 509 600 Hektar (47,9 % der Getreidefläche) und Gerste mit 306 600 Hektar (28,8 % der Getreidefläche).

Körnermais/Mais zum Ausreifen einschließlich CCM hat mit einer Anbaufläche von 119 500 Hektar einen Anteil von 11,2 %. Verglichen mit dem Vorjahr gibt es knapp ein Prozent mehr Weizenflächen, fast fünf Prozent mehr Gerste und ein halbes Prozent mehr Körnermais/Mais zum Ausreifen einschließlich CCM.

Deutliches Plus bei Sonnenblumen

Mit 396 900 Hektar wird dieses Jahr etwas weniger Silomais/Grünmais (–6,5 %) angebaut als im Vorjahr. Dennoch bleibt Mais mit einer Anbaufläche von insgesamt 516 500 Hektar mit einem Anteil von 25,5 % am gesamten Ackerland weiterhin Bayerns bedeutendste Kulturpflanze. Auf 116 000 Hektar des Ackerlands werden Handelsgewächse angebaut. Dabei entfällt auf den Winterraps mit einer Anbaufläche von 104 500 Hektar (+13,0 %) der weitaus größte Teil. Ein deutliches Plus von etwa 3000 Hektar auf nunmehr 9300 Hektar zeigt sich bei der Anbaufläche von Sonnenblumen (+46,9 %).

Die Anbaufläche von Hackfrüchten (102 600 ha) besteht zu 61,3 % aus Zuckerrüben ohne Saatguterzeugung (62 900 ha) und zu 38,4 % aus Kartoffeln (39 400 ha). Die Anbaufläche von Hülsenfrüchten zur Körnergewinnung steigt im Vergleich zum Vorjahr stark um 30,7 % auf 54 500 Hektar an. Die wichtigsten Kulturarten in dieser Kategorie sind mit 30 300 Hektar die Sojabohnen (+52,9 %), gefolgt von den Erbsen mit 13 100 Hektar (–4,8 %).