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Wettbewerb

Klöckner würdigt Ökobetriebe

Wettbewerb
Agra-Europe
am Donnerstag, 30.01.2020 - 08:30

Preisträger bringen laut Ministerin den Ökolandbau besonders innovativ und vorbildlich voran.

Berlin - Den Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner gewürdigt. Bei der Preisverleihung im Rahmen der Internationalen Grünen Woche (IGW) bezeichnete Klöckner den 2001 unter der damaligen Ressortchefin Renate Künast eingeführten Wettbewerb als Plattform, die die Bürger anspreche und ihnen vermittle, „was der ökologische Landbau
leistet“.

„Der Wettbewerb ist zum Gütesiegel geworden“, stellte die Ministerin fest. Seit zwei Jahrzehnten bewiesen Ökobetriebe Mut und Kreativität. Ausdrücklich hob Klöckner die Vorreiterrolle der Preisträger hervor: „An den Betrieben kann und soll man sich ein Beispiel nehmen.“ Die Ministerin bescheinigte den Siegern, sie würden den ökologischen Landbau „besonders innovativ und vorbildlich voranbringen.“

Die Betriebe wirtschafteten teilweise bereits erheblich länger nach Ökokriterien, als es den Bundeswettbewerb überhaupt gebe. Diese Kontinuität und das werterhaltende Wirtschaften unterstütze das Ministerium. Ausgezeichnet wurde der Hof Luna in Freden im Leinebergland. Die Jury honoriert die gesamtbetriebliche Konzeption des Hofes. Diese besteht aus der Zucht und dem Erhalt von vom
Aussterben bedrohten Nutztierrassen, dem langjährigen Engagement des 160 ha-Betriebes im Naturschutz sowie der Integration des Betriebes in eine außerfamiliäre Gemeinschaft mit zahlreichen Bildungsangeboten.

Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten

Das Schloss Gut Obbach in Euerbach-Obbach bei Schweinfurt erhielt den Preis für den vorbildlichen Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten. Bei deren Aufbau sind die Inhaber des 270 ha-Ackerbaubetriebes laut der Jury aktiv auf die lebensmittelverarbeitenden Handwerksbetriebe im Umland zugegangen, um neue hofeigene Biolebensmittel unter ihrem eigenen Logo zu entwickeln. Seit 2007 sei das Gut Obbach zudem Mitglied des bundesweiten Netzwerks der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau und seit 2017 im BioRegio Betriebsnetz Bayern aktiv. Es öffne bei Führungen und Seminaren seine Tore für Betriebskollegen und die breite Öffentlichkeit, um über den ökologischen Landbau zu informieren.

Prämiert wurde außerdem die Solidarische Landwirtschaft (Solawi) Schinkeler Höfe westlich von Kiel für seine Solawi-Organisation als Verbund von vier Biounternehmen sowie für die Weiterführung traditioneller Vermarktungswege. Der Jury zufolge setzen die Schinkeler Höfe als Zusammenschluss von Erzeugerbetrieben und Verbrauchern auf geschlossene Betriebskreisläufe sowie handwerkliche Verarbeitung. Ein Charakteristikum sei eine flächenbezogene Nutztierhaltung als integraler Bestandteil der bäuerlichen Landwirtschaft. Feste Finanzierungszusagen sicherten das Wirtschaften der Erzeugerbetriebe ab. Die ausgezeichneten Betriebe erhalten jeweils ein Preisgeld von 7 500 €.