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Milchpreisindex

Kieler Rohstoffwert Milch steigt auf neuen Rekordwert

milchflasche und milchglas
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Externer Autor
am Montag, 07.03.2022 - 15:48

Die Notierungen für Butter und Magermilchpulver tendierten im Februar weiter nach oben.

Nach einem deutlichen Anstieg im Januar 2022 konnte der Kieler Rohstoffwert Milch auch im Februar spürbar zulegen. Er erhöhte sich gegenüber dem Vormonat um 2 Cent auf 56,3 Cent/kg.

Der Vorjahreswert wurde gleichzeitig um 23,4 Cent übertroffen, teilt das ife-Institut in Kiel mit. Der Rohstoffwert Milch hatte, wie berichtet, im Jahr 2021 einen historischen Höchststand erreicht. Er gilt als wichtiger Frühindikator für die Entwicklung der Erzeugermilchpreise in Deutschland beziehungsweise der EU.
 

Butter und Magermilchpulver - beides ist gefragt

Für den weiteren Anstieg des Rohstoffwertes war die positive Entwicklung der Notierungen für Butter und Magermilchpulver ausschlaggebend. Beide Produkte waren sehr gefragt und nur in begrenzter Menge vorhanden. Laut Berechnungen des ife-Instituts erhöhten sich die durchschnittlichen deutschen Butterpreise im Februar 2022 um 5,10 Euro auf 590,40 Euro/100 kg.

Die Notierungen für Magermilchpulver verzeichneten ein Plus von 18,80 Euro auf 365,40 Euro/100 kg.

Was der Milchpreisindex aussagt

Der monatlich vom ife-Institut in Kiel ermittelte Rohstoffwert gilt bekanntlich für Standardmilch mit 4,0% Fett und 3,4% Eiweiß ab Hof des Milcherzeugers sowie ohne Mehrwertsteuer.

Berechnungsbasis sind die durchschnittlichen Marktpreise für Butter und Magermilchpulver auf Basis der Notierungen der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten.

Der Rohstoffwert entspricht also nicht dem Auszahlungspreis einer bestimmten Molkerei, er gibt aber gewissermaßen die Richtung und den Spielraum für die Entwicklung der Erzeugermilchpreise vor.

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