Getreidemarkt

Getreide-Rallye nach Tauwetter zwischen USA und China

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aiz
am Dienstag, 15.10.2019 - 14:48

Weizen-, Mais und Sojanotierungen machen Verluste nach WASDE-Bericht mehr als wett.

Wien - Die Bärenstimmung an den Getreide-Terminbörsen nach den über Erwarten hoch ausgefallenen Lagerstandsprognosen des US-Landwirtschaftsministeriums in seinem monatlichen WASDE-Bericht vom vorigen Donnerstag blieb tatsächlich nur eine Eintagsfliege. Am Freitag verkündete US-Präsident Donald Trump Tauwetter im Handelskonflikt der USA mit China. Man habe sich in wichtigen Teilen wie Schutz des geistigen Eigentums, US-Zugang zu Chinas Märkten insbesondere für Agrargüter, chinesische Staatshilfen, Währung spolitik und das künftige Schicksal von US-Strafzöllen auf Güter aus China im Wert von 360 Mrd. US-Dollar (326 Mrd. Euro) prinzipiell verständigt.

Weiterer Aufwind durch Winterstürme

Gleichzeitig fegten über die USA und Kanada in den letzten Tagen Winterstürme, die noch auf den Feldern stehende Weizen-, Mais und Sojabestände trafen. Damit scheint die ohnehin von Marktteilnehmern bezweifelte Lagerstandsprognose des USDA definitiv nicht mehr haltbar zu sein. Beides startete am Freitag eine Rallye der Weizen-, Mais und Sojanotierungen an den Terminbörsen in den USA und in Paris. Diese machte die Vortagsverluste mehr als wett. Am Montagmittag setzten leichte Korrekturen ein.