Veredelung

Fleischerzeugung in Bayern 2019 um zwei Prozent gesunken

Fleischpreis
Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Freitag, 03.07.2020 - 13:45

Als Maßstab dient das Schlachtaufkommen. Danach ist eine Zunahme beim Rindfleisch und ein Rückgang beim Schweinefleisch zu beobachten.

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden im Jahr 2019 in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen 784.100 Tonnen (t) zum Verzehr geeignetes Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Rückgang um zwei Prozent bzw. 16.000 t.

Großteil entfäält auf Schweinefleisch

Auf Schweinefleisch entfielen knapp drei Fünftel der gesamten Schlachtmenge. Binnen Jahresfrist sank die Schweinefleischproduktion um 3,7 Prozent (17.300 t) auf 455.000 t. Die Zahl der geschlachteten Schweine nahm im gleichen Zeitraum um 3,8 Prozent (186.500 Tiere) auf gut 4,7 Millionen Tiere ab.

67 Prozent des Schweinefleischs wurden in Niederbayern (215.900 t bzw. 47,5 Prozent) und Oberfranken (89.800 t bzw. 19,7 Prozent) erzeugt. 

Rindfleisch fällt mit 41,6 % ins Gewicht

41,6 Prozent der Schlachtmenge entfielen auf die Rindfleischerzeugung. Mit 326.500 t war die produzierte Fleischmenge um 0,4 Prozent bzw. 1.200 t höher als im Jahr zuvor. Hierfür wurden 934.000 Rinder geschlachtet, 2.300 Tiere bzw. 0,2 Prozent weniger Tiere als im Vorjahr.

Der regionale Schwerpunkt der Rindfleischproduktion liegt im Süden Bayerns, und zwar in Oberbayern mit 132 000 t (Anteil 40,4 Prozent) sowie in Schwaben mit 83.900 t (25,7 Prozent).

Kleine Mengen an Schaf- und Ziegenfleisch

Die verbleibende Schlachtmenge von knapp 2 600 t verteilte sich insbesondere auf Schaffleisch (2 200 t) sowie in geringem Umfang auf Ziegen- und Pferdefleisch.

Der Beitrag Bayerns zur Fleischerzeugung in Deutschland ist je nach Tierart sehr verschieden. Während beim Rindfleisch rund 29 Prozent der Schlachtmenge aus Bayern stammt, liegt der Anteil beim Schweinefleisch bei knapp neun Prozent.

Geflügelfleisch ist in dieser Statistik nicht berücksichtigt.