Fleischmarkt

EU-Schweinemarkt: Das Schlimmste scheint überstanden

Schweineschlachtung-Schlachthof
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Montag, 18.05.2020 - 13:59

Nach einem zehnwöchigen Corona-Preisabsturz von bis zu 50 Cent pro kg Schlachtgewicht keimt am europäischen Schweinemarkt wieder Hoffnung auf

Wien - . Auch wenn die zuletzt EU-weit aufgestauten Überhänge an schlachtreifen beziehungsweise überreifen Schweinen noch zu erheblichen Teilen vorhanden sind, treten bedeutende Fleischunternehmen für die Stabilisierung und Beruhigung der Lage ein. Feiertagsfreie Wochen und die EU-weite Lockerung der Gastro-Restriktionen sind dabei zweckdienliche Argumente.

In Deutschland gelang es der Schlachtbranche, die zusätzliche Verunsicherung durch mit dem Coronavirus infizierte Schlachthofmitarbeiter und die damit verbundenen teilweisen Schließungen von Schlachthöfen im Zaum zu halten. Somit konnten zumindest bis jetzt weitere Kollateralschäden vermieden werden. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) hat ihren Basispreis für Schlachtschweine gegenüber der Vorwoche unverändert fortgeschrieben.

Am stärksten quälen Preis und Absatz die Marktbeteiligten derzeit noch in Belgien und Italien. In beiden Fällen sind es Viren, die das Leben erschweren. Belgien fehlt wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen die Asien-Exporterlaubnis, und Italien ist nach wie vor am stärksten vom Coronavirus gebeutelt.