Rindfleisch

EU-Schlachtrindermarkt: Rückläufiger Bestand macht sich bemerkbar

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Externer Autor
am Montag, 07.06.2021 - 08:32

Das zur Verfügung stehende Angebot an Schlachtrindern wird sowohl in Deutschland als auch in Österreich weiterhin als unterdurchschnittlich eingestuft.

Rindfleisch

Wien - Mittlerweile macht sich der rückläufige Rinderbestand in einigen europäischen Staaten deutlich bemerkbar. In Deutschland werden derzeit sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Schlachtrindern leicht steigende Notierungen verzeichnet. Nach Meinungen von Marktteilnehmern dürfte damit aber vorerst die Preisspitze erreicht sein.

In Österreich liegt das Angebot an Jungstieren auf einem für die Jahreszeit normalen Niveau. Während im Lebensmitteleinzelhandel die Nachfrage etwas zurückgeht, entwickelt sich durch die Öffnung der Gastronomie speziell im Edelteilbereich ein sehr reges Kaufinteresse, berichtet die Rinderbörse. Die Preise für Jungstiere sind stabil. Bei Schlachtkühen steigen, bedingt durch das knappe Angebot und die gute Nachfragesituation nach Verarbeitungsrindfleisch, die Preise. Vor allem bei eher schwächeren Kuhqualitäten mit wenig Fettabdeckung konnten die Fett-1-Abschläge reduziert werden. Bei Kalbinnen brachte die Öffnung der Gastronomie positive Effekte, die Preise ziehen leicht an. Bei Schlachtkälbern herrscht eine stabile Marktsituation.

Die Österreichische Rinderbörse rechnete vergangene Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 mit einem Preis von 3,48 Euro je kg Schlachtgewicht. Für Kalbinnen werden mittlerweile 2,95 Euro gezahlt und für Schlachtkühe 2,48 Euro. Der Erlös für Schlachtkälber bleibt mit 5,55 Euro unverändert. Die angegebenen Basispreise sind Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.