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Milchpreis

EU-Milchmarkt: Notierungen stabilisieren sich

Schaum
aiz
am Montag, 18.05.2020 - 13:53

Die Butterpreise geben weiter nach. Der Markt für Spotmilch legt leicht zu.

Brüssel - Die Preise für Standard-Milchprodukte beginnen sich in der EU mittlerweile auf niedrigem Niveau zu stabilisieren. Die Ausnahme davon bildet Butter, deren Notierung zuletzt weiter nachgegeben hat. Das Vorjahresniveau wird in den meisten Produktkategorien bereits deutlich unterschritten. Dies geht aus den jüngsten Zahlen der Milchmarkt-Beobachtungsstelle der EU-Kommission hervor.

Den Angaben der Kommission zufolge lag die Notierung für Butter am 10. Mai 2020 im EU-Schnitt bei 281 Euro/100 kg, eine Woche zuvor waren es 291 Euro. Gegenüber dem Schnitt der letzten vier Wochen ergibt sich ein Minus von 4,5%, die Vorjahreslinie wird mittlerweile um 33% unterschritten.

Magermilchpulver legt leicht zu

Magermilchpulver notierte am 10. Mai 2020 bei 194 Euro/100 kg (Vorwoche 193 Euro). Gegenüber dem Schnitt der letzten vier Wochen bedeutet das - erstmals seit Monaten - einen geringen Zuwachs von 0,3%. Bei Magermilchpulver war, wie berichtet, im Zuge der Corona-Krise der stärkste Preisrutsch erfolgt. Anfang März lag die Notierung noch bei 254 Euro/100 kg, dann gab sie Woche für Woche stark nach und erreichte Ende April die Talsohle.

Vollmilchpulver stieg gegenüber der Vorwoche von 261 auf 263 Euro/100 kg und lag damit um 0,5% unter dem Vierwochen-Schnitt. Das Niveau des Vorjahres wird derzeit um 11% unterschritten. Bei Vollmilchpulver hatte die negative Preistendenz bereits Anfang Februar eingesetzt, damals lag der Kurs noch bei 307 Euro.

Bei Cheddar-Käse hält die stabile Tendenz weiter an. Die Notierung lag am 10. Mai bei 307 Euro/100 kg (Vorwoche 304 Euro) und übertraf damit den Durchschnitt der letzten vier Wochen um 1,6%. Die Vorjahreslinie wurde gleichzeitig um 1% verfehlt.

Spotmilchpreise zuletzt wieder gestiegen

Die Notierung für Spotmilch in Lodi (Italien) war im März 2020 von rund 38 auf 30 Cent/kg abgestürzt und hatte sich Mitte April auf diesem Niveau stabilisiert. Bis Anfang Mai sank sie weiter auf 28,8 Cent, und Anfang dieser Woche konnte sie wieder auf 30 Cent zulegen.