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Getreidemarkt

EU-Kommission erwartet geringere Getreideernte

Getreideernte
aiz
am Mittwoch, 31.03.2021 - 15:59

Die Preise für Getreide, Ölsaaten und Zucker sind stabil und werden die höheren Betriebsmittelkosten der Landwirte abdecken, schätzt die EU-Kommission in ihrem jüngsten Bericht über die kurzfristige Entwicklung der EU-Agrarmärkte.

Brüssel - Die EU-Kommission geht von einer Getreideernte in der EU-27 von 292 Mio. t aus, was einem Minus gegenüber dem Vorjahr von 5,3% entspricht. Die Getreideexporte im laufenden Jahr 2020/2021 sieht die EU-Kommission bei 44,3 Mio. t, das sind 26% weniger als im sehr erfolgreichen Vorjahr. Die Brüsseler Behörde geht von einer anhaltend guten Nachfrage nach Getreide auf dem Weltmarkt aus, vor allem wegen des steigenden Futtermittelbedarfs in China.

 

Weniger Zucker, nahezu konstante Milchmenge

Die Zuckerproduktion in der EU-27 schätzt die EU-Kommission auf 14,4 Mio. t. Das wären deutlich weniger als in den Vorjahren und allein gegenüber 2019/2020 ein Rückgang von 12%. Als Ursache nennt die Behörde ein verstärktes Auftreten des Gelbvirus in Frankreich.

Die Milcherzeugung soll im laufenden Jahr um 1% über der des Vorjahres liegen. Die EU-Kommission geht davon aus, dass nach der Öffnung der Restaurants der Verbrauch von Käse ansteigen wird. Dagegen wird weniger Frischmilch als 2020 nachgefragt.

Die Schweinefleischerzeugung könnte 2021 um 0,9% gegenüber dem Vorjahr zurückgehen, obwohl die EU-Kommission mit einer leichten Nachfragesteigerung auf dem EU-Binnenmarkt im zweiten Halbjahr rechnet. Der Lieferboom nach China wird sich voraussichtlich nicht wiederholen, da sich dort die Erzeugung langsam von der Schweinepest erholt.

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