Internationaler Handel

EU-Agrarexporte sinken

Internationaler Handel
aiz
am Mittwoch, 07.07.2021 - 07:57

Aus der EU-27 sind im ersten Quartal 2021 Agrarprodukte und Lebensmittel im Wert von 46,4 Mrd. Euro in Drittländer geliefert worden.

Brüssel - Das sind um 0,9% weniger als im Vergleichszeitraum 2020, wie die EU-Kommission laut Dow Jones News mitteilte. Gleichzeitig ist der Wert der Importe um 8,1% auf 29,3 Mrd. Euro gesunken.

Die EU-Exportwerte in Richtung Vereinigtes Königreich sanken dabei um 1,08 Mrd. Euro, wobei allein bei Schweinefleisch ein Minus von 116 Mio. Euro zu verzeichnen war. Zudem sank der Wert der EU-Ausfuhren nach Ägypten um 168 Mio. Euro, nach Japan (-155 Mio. Euro) und nach Russland (-145 Mio. Euro).

China ist wichtigstes Ziel

China blieb das wichtigste Wachstumsziel für EU-Agrar- und Lebensmittelexporte. Die dortige Nachfrage nach Schweinefleisch, Grobgetreide sowie Raps- und Sonnenblumenöl hat demnach zu einem Anstieg des Gesamtexportwertes um 914 Mio. Euro beigetragen. Zugleich erhöhte sich der Wert der Agrar- und Lebensmittelexporte in die Schweiz um 169 Mio. Euro, nach Norwegen um 140 Mio. Euro und nach Chile um 87 Mio. Euro.

Im Hinblick auf die einzelnen Produktkategorien verzeichnete die EU Rückgänge bei den Exportwerten von Weizen (-668 Mio. Euro), Babynahrung (-278 Mio. Euro), Zubereitungen von Gemüse und Obst (-117 Mio. Euro) und Geflügelfleisch (-112 Mio. Euro). Unterdessen stiegen die Exportwerte für Schweinefleisch (+308 Mio. Euro), Raps- und Sonnenblumenöl (+284 Mio. Euro) sowie Wein (+155 Mio. Euro).

Bei den Importwerten gab es die größten Rückgänge bei tropischen Früchten, Nüssen und Gewürzen (-500 Mio. Euro), Palm- und Palmkernöl (-273 Mio. Euro) sowie Spirituosen und Likören (-194 Mio. Euro). Unterdessen stiegen die Importe für Ölkuchen (+480 Mio. Euro), Sojabohnen (+274 Mio. Euro) sowie gerösteten Kaffee und Tee (+27 Mio. Euro) weiter an.