Ernährungsgewohnheiten

Deutsche essen weniger Fleisch

Fleisch
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Montag, 25.05.2020 - 15:00

Insbesondere immer mehr Männer verzichten auf ihre tägliche Portion Fleisch.

Aus einer aktuellen, repräsentative Studie von Forsa zu den Ernährungsgewohnheiten der Deutschen, die vom Bundeslandwirtschaftsministerium in Auftrag gegeben wurde, geht hervor, dass der Fleischkonsum im Land weiter leicht abnimmt:

  • 26 Prozent der Befragten essen täglich Fleisch oder Wurst.
    • 2015 war dies noch bei 34 Prozent der Fall.
  • Ein Grund: Insbesondere immer mehr Männer verzichten auf ihre tägliche Portion Fleisch.
    • Bei ihnen sank der Anteil von 39 Prozent im Jahr 2019 auf nun 32 Prozent (Frauen: 20 Prozent).

Flexitarier verzichten gelegentlich auf den Fleischkonsum

Pflanzliche Frikadellen und Co. Landen immer häufiger in den Einkaufskörben der Bürgerinnen und Bürger.

Knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) hat schon einmal oder öfter vegetarische oder vegane Alternativen zu tierischen Produkten gekauft. Jüngere sind dabei aufgeschlossener als äaltere

  • 61 Prozent der 14- bis 29-Jährigen und
  • 64 Prozent der 30- bis 44-Jährigen

haben schon einmal oder öfter nach diesen Produkten gegriffen beim Einkauf

Als Gründe dafür geben sie an:

  • 75 Prozent der Befragten sind vor allem neugierig, wenn sie diese Alternativen kaufen,
  • 48 Prozent tun es aus Tierschutzgründen,
  • 43 Prozent, weil es ihnen schmeckt,
  • und 41 Prozent Treffen ihre Entscheidung, weil es gut für das Klima ist.

Auch der eigene Fleischkonsum ist für viele der Befragten ein Thema:

  • 55 Prozent bezeichnen sich als Flexitarier – sprich Fleischesser, die gelegentlich bewusst auf Fleisch verzichten.
  • Der Anteil von Vegetariern (5Prozent) und Veganern (1 Prozent) in Deutschland ist unverändert.