Verbraucherverhalten

Bevölkerung will Fleischkonsum nicht einschränken

Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Montag, 29.06.2020 - 13:11

Mehrheit würde es aber begrüßen, wenn Fleisch aus von COVID-19 betroffenen Produktionsstätten aussortiert würde.

Fleischmarkt

Köln - Mehr als die Hälfte der Deutschen (56 Prozent) spricht sich dafür aus, Fleischprodukte aus Unternehmen, die von einer Häufung von COVID-19-Fällen betroffen sind, vorsorglich aus Supermarktsortimenten zu entfernen. Während etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) Sorge hat, sich über Fleischprodukte aus betroffenen Fleischereien mit dem Coronavirus zu infizieren, zeigt sich die Mehrheit (61 Prozent) der Befragten gegenüber dem Verzehr von Produkten betroffener Unternehmen unbesorgt.

Dies zeigt eine aktuelle Umfrage der internationalen Data & Analytics Group YouGov, für die 2.021 Personen zwischen dem 23.06. und 25.06.2020 mittels standardisierter Online-Interviews befragt wurden. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Trotz des Wunsches nach vorsorglicher Aussortierung von Produkten betroffener Produzenten, hat die Mehrheit der Deutschen (52 Prozent) nicht vor, ihren Fleisch- und Wurstwarenkonsum aufgrund des Auftretens von COVID-19-Fällen in Fleischereien in den nächsten Wochen einzuschränken. Lediglich 29 Prozent halten es für wahrscheinlich, dass sie ihren Fleisch- und Wurstwarenkonsum aufgrund der aktuellen Fälle in der fleischverarbeitenden Industrie reduzieren. Zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) gehen zudem nicht davon aus, dass es wegen der Produktionsstops in betroffenen Fleischereien zu Engpässen in den Warenregalen kommt.