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Klimawandel

Arla verschärft seine Klimaschutzmaßnahmen

Klimawandel
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Mittwoch, 19.01.2022 - 08:11

Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen im Bereich Operations um 63 Prozent statt der bisher vorgesehenen 30 Prozent sinken.

Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen aus Produktion, Logistik und Energienutzung bis 2030 um 63 Prozent zu senken. Damit verdoppelt Arla sein bisheriges Ziel, die Emissionen in diesen Bereichen um 30 Prozent zu senken.

Zwischen 2015 und 2020 konnte Arla die CO2e-Emissionen im Bereich Operations bereits um 24 Prozent reduzieren. Die nächsten Schritte umfassen die Milchtankwagen und Distributions-Lkws zukünftig sukzessive auf Fahrzeuge ohne fossile Brennstoffe umzustellen und an den Produktions- sowie Bürostandorten auf Strom aus erneuerbaren Energien und technische Lösungen mit niedrigem Energieverbrauch umzusteigen.

Dabei erfolgen die Umstellungen in den einzelnen europäischen Ländern zu unterschiedlichen Zeitpunkten; in Abhängigkeit von der bereits vorhandenen Infrastruktur, den Rahmenbedingungen und Verfügbarkeit erneuerbarer Energiequellen. So werden zum Beispiel in Deutschland in einem ersten Schritt zunächst auch LKWs mit Erdgasantrieb (LNG) genutzt; das erste Fahrzeug ist bereits im Einsatz. Im Vergleich zu herkömmlichen Dieselfahrzeugen stoßen sie weniger CO2-Emissionen aus. Bei entsprechender Verfügbarkeit soll zu einem späteren Zeitpunkt auf Biogas umgestellt werden. In Schweden ist die Arla LKW-Flotte aufgrund der dortigen Infrastruktur bereits auf Fahrzeuge ohne fossile Kraftstoffe umgestellt.

Lieferanten leisten bereits Beitrag

Im Jahr 2020 hat Arla bereits auf den rund 8.000 Höfen der Genossenschaftsmitglieder jährliche Klimachecks eingeführt hat, um die Dekarbonisierung auf Betriebsebene zu beschleunigen. Es wird in allen Mitgliederländern eingesetzt und soll helfen, individuelle Stärken und Schwächen der Betriebe beim Ausstoß von CO2e-Emissionen zu ermitteln. Es basiert auf fünf Einzelaspekten:

  • Eine bessere Futtereffizienz zur Verbesserung der Milchleistung.
  • Eine gezielte Fütterung, um einen Proteinüberschuss in den Futterrationen zu vermeiden.
  • Ein gesundes und langes Leben für die Kuh zur Verbesserung der Milchleistung.
  • Ein präziser Düngemitteleinsatz zur Reduzierung des Stickstoffüberschusses aus der Futtermittelproduktion.
  • Eine verbesserte Flächennutzung, um höhere Ernteerträge zu erzielen.