Ernte 2021

Agrarmärkte im Zeichen von Corona

Milchviehbetrieb
Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Dienstag, 05.05.2020 - 11:44

Der Einzelhandel verbucht Umsatzrekorde , während in der Gastronomie der Absatz vollständig entfällt.

Die Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie führen zu einer noch nie gesehenen Marktsituation. Die gesamte Logistik der Lebensmittelkette steht unter Stress, bei Transport, Verarbeitung, Verpackung und Distribution.

Größere Unterbrechungen der Lebensmittelkette – wie sie derzeit in den USA zu beobachten sind – konnten in Deutschland und der EU bisher vermieden werden. Dazu hat in Deutschland auch die Aufrechterhaltung der Einreise von Erntehelfen unter besonderen Vorkehrungen beigetragen.

In den kommenden Monaten muss sich die Landwirtschaft auf eine Phase der Unsicherheit an den Agrarmärkten einstellen, solange die allgemeine Konjunktur schwächelt. Die Nachfrage der Verbraucher nach Lebensmitteln ist aber nicht grundsätzlich eingebrochen. Eine erneute Agrarpreiskrise wie 2008/09 ist keineswegs vorprogrammiert, wenn die Marktschocks durch Gegenmaßnahmen abgefangen werden können und der internationale Agrarhandel funktioniert.

Zur Stabilisierung beitragen wird nach Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes die EU-Förderung der privaten Lagerhaltung für Milchprodukte sowie Rind- und Schaffleisch. Auch die großen Handelsketten stünden mit ihrer Einkaufspolitik jetzt in der Verantwortung, eine Wertevernichtung wie in der Krise 2008/09 zu vermeiden.

Derzeit sind die Verbraucherpreise für viele frische Lebensmittel, vor allem Schweinefleisch und Obst/Gemüse, höher als vor einem Jahr. In den letzten Wochen ziehen auch bei Gemüse die Preise Corona-bedingt an. Bei Obst sind die steigenden Preise vor allem auf geringere Ernten zurückzuführen, bei Schweinefleisch auf den Importsog aus China/Asien wegen der Afrikanischen Schweinepest.

Marktexperten des Deutschen Bauernverbandes haben mit unterstützung der AMI eine Einschätzung des Marktes erstellt.

Milch

Schaum
  • Im Einzelhandel werden Umsatzrekorde verbucht, v.a. bei Trinkmilch, Quark und Käse. Dagegen sind die Absätze in Richtung Gastronomie, der sog. Food Service-Bereich, entfallen. Die Logistik ist stark beansprucht, wie die Verfügbarkeit von Containern und Schiffen für den Export, die Beschaffung von Kleinverpackungen und Kapazitäten von Verpackungsmaschinen sowie die Distribution.
  • Für Deutschland zeichnet sich nun eine erste Normalisierung ab. Die Bevorratungskäufe der Konsumenten im Lebensmitteleinzelhandel flauen ab und die Exportlogistik für China beginnt sich zu normalisieren. Allerdings ist der Absatz in Richtung Gastronomie de facto weiter nicht vorhanden.
  • Die Preise für einige Marktsegmente an Milchprodukten sind aufgrund des Corona-Geschehens in den letzten Wochen stark unter Druck geraten. Das betrifft vor allem Butter und einige Käsesorten; primär durch den Nachfrageeinbruch im Food Service-Bereich. Der Markt für Milchpulver hat aufgrund der logistischen Exportengpässe in Richtung China, als wichtigster Importeur von Molke-, Mager- und Vollmilchpulver, gelitten. Diese Situation hat die EU-Kommission dazu bewegt, finanzielle Beihilfen für die Private Lagerhaltung von Butter, Käse und Magermilchpulver ab Mai zu gewähren, um den Milchmarkt zu stabilisieren.
  • Ab Mai gelten neue Abschlüsse mit dem Einzelhandel für Frischeprodukte (Trinkmilch, Quark, Sahne, Joghurt etc.) für das kommende halbe Jahr. Bereits Ende März hatte Aldi verkündet, dass die Verhandlungen für Trinkmilch mit einem Plus abgeschlossen wurden. Der DBV bewertete dies als ersten wichtigen Schritt und erwartet insgesamt bei Produkten mit einer stark gestiegenen Nachfrage eine entsprechende Preisentwicklung.
  • Der Erzeugerpreis für Milch an die Landwirte liegt derzeit (März) bei etwa 33 Cent je kg Milch. Das liegt auf dem Niveau des mehrjährigen Mittels. Der Ausblick bei den Erzeugerpreisen hängt sehr stark von der Aufstellung der jeweiligen Molkerei, an die der Landwirt liefert und der weiteren Marktentwicklung ab. „Eng“ aufgestellte Molkereien mit Schwerpunkt im Food Service oder Export geraten in ihren Auszahlungspreisen unter Druck, während andere Molkereien mit breitem Absatzportfolio und Ausrichtung auf den LEH besser aufgestellt sind. Die Nachfrage nach Bio-Milch steigt, der Marktanteil liegt bei 3,7 Prozent.

EU-Agrarmarktmaßnahmen – Beschluss der EU-Kommission von Ende Apri

  • Aktivierung der Beihilfe für Private Lagerhaltung für Milchpulver, Butter, Käse, Rindfleisch und Schaffleisch
  • Aktivierung von Art. 222 der Gemeinsamen Marktordnung in den Bereichen Milch, Kartoffeln und Blumen für sechs Monate: Sektororganisationen können als Ausnahme vom Wettbewerbsrecht Absprachen zu Mengen bzw. Marktrücknahmen treffen.
  • Flexibilisierung der Sektorprogramme für Wein, Obst und Gemüse und des Schulobstprogrammes.

Das Paket umfasst 80 Millionen Euro und wird ab Anfang Mai umgesetzt.

Rindfleisch

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  • Bei Jungbullen kam es aufgrund des weggebrochenen Außer-Haus-Verzehrs im März zu einem Preisverfall um fast 20 Ct/kg. Zumindest haben sich die Preise im April etwas stabilisiert. Hier macht sich das eher überschaubare Angebot bemerkbar, das aber für die überwiegend ruhige Nachfrage der Schlachtunternehmen ausreicht.
  • In den kommenden Wochen dürfte sich die Nachfrage nach Jungbullenfleisch kaum beleben, vielmehr verliert Rindfleisch in den Sommermonaten sogar noch zusätzlich an Bedeutung. Gerade edlere Teilstücke dürften sich dementsprechend auch weiterhin schwer vermarkten lassen.
  • Die Beschlüsse zur Privaten Lagerhaltung für Hinterviertel in einer Gesamtmenge von 25.000 t bringen eine gewisse Marktentlastung (Interventionsdauer von 90 bis 150 Tage).
  • Bei Schlachtkühen sanken ab Mitte März die Erlöse für Schlachtkühe innerhalb von zwei Wochen um 30 Ct/kg. Die Corona-Pandemie sorgte für starke Unsicherheit und eine sehr verhaltene Nachfrage. Zuletzt stabilisierten sich die Preise zwar vorübergehend auf dem niedrigen Niveau, kurz vor dem Monatswechsel nahm der Druck aber bereits wieder deutlich zu.
  • Problematisch bleibt die Situation auf dem Kalbfleischsektor. Die Kommission konnte sich nicht zu Sondermaßnahmen für diesen Sektor durchringen.

Schweinefleisch

  • Die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise treten mittlerweile auch am Schlachtschweinemarkt immer stärker zu Tage. Der Wegfall eines Großteils der Gastronomie macht sich deutlich bemerkbar und wird aktuell nur unzureichend durch den Verkauf über den Lebensmitteleinzelhandel ausgeglichen. Auch wird der Schweinefleischmarkt noch nicht durch die beginnende Grillsaison belebt, hier fallen die Impulse eher verhalten aus. Entsprechend stehen die Teilstückpreise deutlich unter Druck, auch wenn keinesfalls klar ist, ob niedrigere Preise den Handel tatsächlich beleben werden.
  • Das sonst florierende Exportgeschäft verläuft derzeit bei weitem nicht so zügig wie erhofft. Zwar hat China weiterhin einen großen Bedarf an Schweinefleisch, setzt jedoch die Exporteure unter starken Preisdruck. Insbesondere die Konkurrenz durch extrem günstige Ware aus den USA bereitet den deutschen und europäischen Vermarktern Probleme.
  • Das derzeit nicht gerade übermäßige Schlachtschweineangebot reicht somit für die zumeist ruhige Nachfrage der Schlachtunternehmen aus. Teilweise haben diese auch ihre Mengen reduziert. Als Folge gaben die Schlachtschweinepreise in der vergangenen Woche gleich um 9 Cent auf 1,75 Euro je kg Schlachtgewicht und in dieser Woche nochmals um 5 Cent auf 1,70 Euro je kg Schlachtgewicht nach.

Eier und Geflügel

Eier
  • Bei Eiern schwächte sich der Markt zuletzt ab, insbesondere für Bodenhaltungseier. Der Absatz im Lebensmitteleinzelhandel bleibt recht rege. Es fehlt jedoch der Absatz im Außer-Haus-Verbrauch. Im ersten Quartal 2020 lagen die Haushaltskäufe laut GfK um 5 % über Vorjahr. Der Export zog an, zuletzt merklich aus Großbritannien.
  • Bei Geflügel fehlen die Bestellmengen aus der Gastronomie und der sonstigen Gemeinschaftsverpflegung. Dieser Absatzkanal spielt am Geflügelmarkt eine sehr große Rolle. Daher gerieten weite Teile des Marktes unter Preisdruck. Nicht die gesamte laufende Produktion konnte am Markt abgesetzt werden. Übermengen mussten eingefroren werden. Dabei verknappten sich teils die Kühlkapazitäten. Das Angebot an Hähnchenschenkeln war umfangreich. Dieser Artikel wird vielfach in der Dönerproduktion eingesetzt, die weitgehend ruht. Die Preisschwäche wurde auch durch nachgebende Preise für niederländische und polnische Importware ausgelöst. Auch am Putenmarkt gab es deutliche Unterschiede zwischen der Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel und den sonstigen Absatzkanälen.

Getreide und Ölsaaten

Raps
  • Die Corona-bedingt hohe Weizennachfrage der Verarbeiter aufgrund der Hamsterkäufe hat sich mittlerweile deutlich abgeschwächt. Dadurch rücken andere Faktoren in den Fokus der Marktteilnehmer. So stiegen die Terminmarktnotierungen für Weizen für den Fronttermin Mai 2020 zwischenzeitlich auf 203 Euro/t, weil Russland vermeldete, seine Exporte bis zum 1. Juli 2020 zu stoppen, sobald das Exportkontingent für das zweite Quartal 2020 ausgeschöpft ist. Dies dürfte bereits ab Mitte Mai der Fall sein, sodass sich Russland nach derzeitigem Stand früher als zunächst erwartet vom Exportmarkt zurückzieht, was die internationale Weizen-nachfrage voraussichtlich zunehmend auf die EU lenken wird. Zusätzliche Unterstützung brachte die Trockenheit in Europa und der Schwarzmeerregion. Die angekündigten Regenfälle setzten die Terminmarktnotierungen allerdings vorerst wieder unter Druck.
  • Die bisherigen Niederschläge sind bei weitem noch nicht ausreichend, so dass die deutschen Landwirte dringend auf mehr Regen in den nächsten Wochen hoffen. Die Wintergerste, die nun beginnt, die Ähren zu schieben, benötigt dringend Wasser. Aber auch die anderen Kulturen leiden zunehmend unter den ausbleibenden Niederschlägen, sodass Ertragseinbußen immer wahrscheinlicher werden. Ergiebiger Landregen im Mai bei gemäßigten Temperaturen ist unbedingt nötig, damit das sich das Wintergetreide, Mais und Zuckerrüben noch gut entwickeln können. Beispielsweise keimt regional der gerade erst gesäte Mais nicht, weil die Saat in staubtrockenen Böden liegt.
  • Schwierig gestaltet sich weiter die Situation für den Raps. Die Rapspflanzen hatten sich über die milden Wintermonate bei ausreichender Wasserversorgung gut entwickelt. Aber neben der nun bereits seit Wochen anhaltenden Trockenheit hat der Raps unter den Nachtfrösten Ende März/Anfang April und den damit verbundenen hohen Unterschieden bei den Tag- und Nachttemperaturen gelitten. Hinzu kommt der auch in diesem Jahr erneut hohe Schädlingsbefall.

Obst und Gemüse

Lebensmittelhandel
  • Die Lebensmittelpreise liegen insgesamt über dem Vorjahr, auch Obst und Gemüse sind dabei teurer. Die deutliche Verlagerung der Versorgung über den Lebensmitteleinzelhandel und der Wegfall der Belieferung von Restaurants, Großkantinen, Fast-Food-Ketten usw. sorgt für einige Unruhen im Marktgeschehen. Zudem verlaufen Order und Nachfrage des Lebensmitteleinzel-handels derzeit in „Wellen“. Auch die Nachfrage der Verbraucher ist schwerer kalkulierbar.
  • Große Unsicherheiten gab es im März bei der Verfügbarkeit von Saisonarbeitskräften für die Ernte-, Pflanz- und Pflegearbeiten, derzeit hat sich die Lage etwas entspannt, da begrenzt Saisonarbeitskräfte aus osteuropäischen Ländern ermöglicht wurden. Insgesamt läuft die Erzeugung unter erschwerten Bedingungen und deutlich höheren Kosten.
  • Gemüse wird weiterhin aus Italien, Spanien und zunehmend aus den Niederlanden importiert.
  • Derzeit räumen deutsche Äpfel weiter zügig, jetzt aber wieder auf normalem Niveau bei leicht anziehen Preisen. Die Marktversorgung reicht voraussichtlich bis zur heimischen Ernte ab August bzw. September.
  • Das deutsche Lagergemüse (u.a. Kohl, Porree, Möhren, Zwiebel) räumt stabil, hier reicht die Marktversorgung voraussichtlich bis Mai. Auch hier ist ein Anstieg der Preise zu verzeichnen.
  • Die Spargelernte läuft unter großen Unsicherheiten, insgesamt wird weniger geerntet werden, bei den derzeit steigenden Mengen durch das warme Wetter geben die Preise nach.
  • Auch die ersten Erdbeeren aus dem Folientunnel und auch aus dem Freiland stehen an und auch bei Salaten und Radies sind die ersten Freilandernten angelaufen. Bei den bunten Salaten, wie auch bei anderen Kulturen, waren die Wachstumsbedingungen bisher alles andere als gut.
  • Neben den Verzögerungen bei den Auspflanzungen haben Nachtfröste und tiefe Temperaturen den Kulturen zu schaffen gemacht. Aktuell sind es die fehlenden
  • Niederschläge. Auch die Beregnung gestaltet sich aufgrund der Witterungsbedingungen schwierig.

Kartoffeln

Selbstversorgung
  • Der faktische Wegfall des Außerhaus-Verzehrs bringt den Absatz von Pommes Frites in ganz Europa praktisch zum Erliegen. Verarbeiter haben die Produktion bereits stillgelegt bzw. planen dies. Marktexperten schätzen für Nordwest-Europa einen Überhang an Fritten-Kartoffeln von rund 2 Millionen Tonnen. Zum Vergleich: Die gesamte Kartoffelernte Deutschlands beträgt etwa 10 Millionen Tonnen.
  • Bei Speisekartoffeln ist die Nachfragewelle im Einzelhandel abgeflaut und die Vorräte reichen doch etwas länger. Ab Mitte Mai dürften Frühkartoffeln umfangreich an den Markt kommen.

Futtermittel

  • Mischfutter hat sich in den vergangenen Wochen spürbar verteuert, auch wenn zuletzt die Nachfrage abebbte. Getrieben werden die Mischfutterpreise von den teureren Komponenten; nicht nur Getreide wird höher bewertet als im Vormonat, vor allem die Ölschrotpreise haben kräftig zugelegt.
  • Grünfutter: Mit Besorgnis beobachten die Landwirte ihr Grünland, die niedrigen Temperaturen haben den Aufwuchs gebremst. Außerdem fehlt es an Niederschlag und die Erinnerungen an das Dürrejahr 2018 kommen wieder auf. Viehbetriebe offerieren kaum noch Futter, sie behalten die Restbestände lieber für sich. Allerdings ist auch die Nachfrage zu Saisonbeginn noch verhalten.

Verbraucherpreise

  • Nach den vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel im April 2020 um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, vor allem bei Obst, Schweinefleisch und Gemüse.
  • Aktuelle Preistreiber bei den Nahrungsmitteln sind unverändert Obst und in den letzten Wochen auch Gemüse. Während bei Obst vornehmlich geringere Erntemengen der Grund sind, haben vor allem bei Gemüse aus Südeuropa Corana-bedingt fehlende Erntehelfer und Hindernisse in der Logistik die Preise zuletzt nach oben getrieben.
  • Weiterhin fallen im Jahresvergleich auch die Schweinepreise auf Grund der Auswirkungen der Afrikanischen Schweinepest im asiatischen Raum (Abbau der Tierbestände und vermehrte Importe) deutlich höher aus.
  • Die Preise für Milch und Milchprodukte dagegen haben sich im Jahresvergleich in etwa gehalten. Deutlich günstiger sind die Preise für Kartoffeln.

Landtourismus

  • Die Corona-Krise hat den Urlaub auf dem Bauernhof zum Erliegen gebracht. Seit dem Verbot auf touristische Übernachtungen am 17. März stehen in den 9.910 Ferienhöfen 140.000 Betten leer. Laut einer repräsentativen, deutschlandweiten Umfrage der Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus in Deutschland wurden bei den teilnehmenden 860 Betrieben in der Zeit zwischen dem 17.3. bis 19.4.2020 14.785 Buchungen mit einem Buchungsvolumen von 8,7 Mio. Euro storniert. 63.000 Gäste konnten nicht anreisen.
  • Dies entspricht einem durchschnittlichen Verlust von 10.057 Euro pro Betrieb in der Vorsaison. Hochgerechnet auf insgesamt 9.910 Ferienhöfe in Deutschland beläuft sich der Umsatzausfall auf rund 99,7 Mio. Euro.
  • 20 Prozent der Ferienbetriebe geben an, dass sie Mitarbeiter entlassen oder in Kurzarbeit schicken mussten.
  • Viele Ferienbetriebe haben staatliche Soforthilfen beantragt, erhalten aber eine Absage, da im Haupterwerb Landwirtschaft weiterhin Einnahmen erzielt werden.
  • Der Landtourismus in Deutschland ist ein Saisongeschäft. Von Ostern bis zu den Herbstferien wird der Hauptumsatz erwirtschaftet. Auf die Feiertage im Mai/Juni sowie die Sommerferien entfallen rund 60% der Gästeübernachtungen, wobei dieser Zeitraum durch eine differenzierte Preisstruktur für 70 bis 80% des Jahresgesamtumsatzes der Ferienbetriebe verantwortlich ist.
  • Die BAG Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus drängt auf eine schnellstmögliche Öffnung der touristischen Vermietung im Landtourismus. Die Ferienhöfe sind prädestiniert, „Social Distancing“ zu bieten, da sie über Platz verfügen und nur wenige Gäste zur gleichen Zeit beherbergen.
  • Nicht nur für die Ferienhöfe, für den gesamten ländlichen Raum ist eine stufenweise Öffnung ab Mai erforderlich. Für viele Regionen in Deutschland ist der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle, von dem auch Einzelhandel, Gastgewerbe und Handwerk profitieren.