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Umweltschutz

60 Prozent des Futter-Sojas kommen aus nachhaltigem Anbau

Sojafütterung
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Mittwoch, 27.04.2022 - 11:40

Rund zwei Drittel der Gesamtmenge an Soja für deutsche Futtertröge kommen aus Regionen, die ein geringes Entwaldungsrisiko aufweisen.

Das Forum Nachhaltigere Eiweißfuttermittel (FONEI) hat einen Fortschrittsbericht über die Erfolge zur Stärkung nachhaltigerer Eiweißquellen und Förderung entwaldungsfreier Lieferketten erstellt. Hierzu zählen die auf europäischer Ebene überarbeiteten Leitlinien für eine verantwortungsvolle Sojabeschaffung, mit der die Futtermittelproduzenten Verantwortung für ihre Produktion übernehmen und zum globalen Erhalt von Wäldern und Ökosystemen beitragen.

Großteil kommt aus Regionen mit geringem Entwaldungsrisiko

Nach Erhebungen aus dem Jahr 2020 stammen über 60 Prozent des verwendeten Sojas aus nachhaltigem Anbau. Rund zwei Drittel der Gesamtmenge kommen aus Regionen, die ein geringes Entwaldungsrisiko aufweisen. Für Dr. Hermann-Josef Baaken, Sprecher der Geschäftsführung des Deutschen Verband Tiernahrung e.V werden damit die beteiligten Verbände ihrer Zielsetzung gerecht, den nachhaltig produzierten Mischfutteranteil zu erhöhen.

Ziel des Forums ist, die Nachhaltigkeit entlang der Lieferkette für Eiweißfuttermittel wie Soja, Raps und Leguminosen zu erhöhen. Seit 2018 liegt die Organisation bei der Koordinationsstelle FONEI in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Auf der Plattform diskutieren und beraten verschiedene Akteure entlang der Kette kritische Themen, offene Fragen und Lösungsmöglichkeiten rund um das Thema nachhaltigere Eiweißfuttermittel aus heimischer Erzeugung und Import.

Im Forum sind insgesamt 54 Unternehmen, Verbände, Organisationen, wissenschaftliche Einrichtungen und Behörden aus den Bereichen Landwirtschaft, Umweltschutz, Beratung, Futtermittel- und Lebensmittelproduktion und -handel vertreten.