Winzer

1.529 Weinbaubetriebe in Bayern

Weinbau in Franken
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Dienstag, 19.10.2021 - 13:35

Mit 1.463 Betrieben entfällt der Löwenanteil auf das Anbaugebiet Franken.

Insgesamt beläuft sich die Rebfläche Bayerns letztes Jahr auf 5.920 Hektar, darunter 5.817 Hektar in Franken. Auf einen Weinbaubetrieb entfielen bei der Landwirtschaftszählung 2010 noch durchschnittlich 2,9 Hektar. Zehn Jahre später sind es bereits 3,9 Hektar.
Mit 88 Prozent (1.346) sind die große Mehrheit der Weinbaubetriebe Einzel- bzw. familiengeführte Unternehmen. 2010 lag der Wert noch bei 93 Prozent. Andere Rechtsformen gewannen an Bedeutung.
Auf etwa 13 Prozent (787 Hektar) der Rebflächen Bayerns erfolgt der Anbau nach ökologischen Kriterien.

Haupterwerbsbetriebe mit größeren Rebflächen

Zwar wird mit 36 Prozent nur eine Minderheit (549) aller Betriebe als Einzelunternehmen bzw. Familienbetrieb im Haupterwerb geführt, diese Betriebe sind jedoch für rund 50 Prozent der bayerischen Rebflächen verantwortlich. Entsprechend liegen die Haupterwerbsbetriebe mit einer Flächenausstattung von 5,3 Hektar Rebfläche je Betrieb deutlich über der durchschnittlichen Flächenausstattung der Weinerzeuger in Bayern (3,9 Hektar/Betrieb).
Demgegenüber bewirtschaftet jeder der 797 bayerischen Weinbaubetriebe im Nebenerwerb durchschnittlich nur 1,8 Hektar Rebfläche. Auf Betriebe im Nebenerwerb entfallen 2020 insgesamt 24 Prozent Rebflächen im Freistaat.

Zahl der Arbeitskräfte rückläufig

Die Weinbaubetriebe in Bayern beschäftigen im Jahr 2020 insgesamt rund 7.800 Arbeitskräfte. Das sind über 800 weniger als im Jahr 2010 (8.637). Vor allem die Zahl der Familienarbeitskräfte geht gegenüber 2010 deutlich von 3.822 auf nur noch etwa 2.900 im Jahr 2020 zurück. Bei den ständigen Arbeitskräften (+300) und den Saisonarbeitskräften (-200) sind die Veränderungen weniger stark ausgeprägt. Ein Teil des Rückgangs lässt sich auf den verstärkten Einsatz von Maschinen wie Laubhefter oder Traubenvollernter zurückführen, die menschliche Arbeitskraft ersetzen.