Waldschutz

Wildschäden im Wald bis zum 1. Oktober melden

Thomas Grebenstein, WBV Ammer - Loisach e.V.
am Freitag, 20.09.2019 - 11:45

Waldbesitzer haben von Gesetzes wegen einen Anspruch darauf, dass " die natürliche Verjüngung der standortgemäßen Baumarten im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen möglich" ist.

Tanne verbissen

Die Zukunft des Waldes liegt auch in der Hand der Jäger. Wo die Jagd nicht sachgerecht ausgeübt wird, kann es zu Verbiss durch Schalenwild kommen. In den Wäldern führt das häufig dazu, dass nur noch eine Baumart wachsen kann, weil die für den Wald der Zukunft wichtigen Baumarten vom Schalenwild gefressen werden. Häufig bleiben nur Fichten übrig, in manchen Bereichen auch nur Buchen.

Sollten sich Waldbesitzer nicht sicher sein, ob es sich um Verbiss durch Schalenwild handelt, können sie sich vom zuständigen Förster beraten lassen.

Nicht jede verbissene Pflanze ist ein "Wildschaden". Aber die Waldbesitzer haben von Gesetzes wegen einen Anspruch darauf, dass " die natürliche Verjüngung der standortgemäßen Baumarten im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen möglich" ist - so steht es im Artikel 1 den Bayerischen Jagdgesetzes.

Wo es zu Wildschäden gekommen ist, sollten die Geschädigten bis zum 1. Oktober an der Gemeinde den Wildschaden anmelden, in der das geschädigte Waldgrundstück liegt.