Recht

Wildschäden im Wald bis zum 1. Mai melden

Wald
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Freitag, 24.04.2020 - 11:40

Wo es im Winterhalbjahr zu Wildschäden gekommen ist, sollten die Betroffenen ihre Schäüden melden.

Die Wälder hatten in den letzten Jahren unter Stürmen und Borkenkäferbefall zu leiden. Doch dort, wo Licht durch das Kronendach kommt, kann sich jetzt der Wald der Zukunft entwickeln. Voraussetzung dafür ist nach einschätzung von Thomas Grebenstein vom WBV Ammer - Loisach e.V., eine sachgerechte Jagd, die die Verjüngung der verschiedenen Baumarten ermöglicht.

Besonders nach diesem schneearmen Winter sollte das der Fall sein. Manchmal führe der Verbiss des Schalenwildas aber dazu, dass nur noch eine Baumart wachsen kann, weil die für den Wald der Zukunft wichtigen Baumarten vom Schalenwild gefressen werden. "Bei uns bleiben häufig nur Fichten übrig, in manchen Bereichen auch nur Buchen", so Grebenstein.

Sollten sich Waldbesitzer nicht sicher sein, ob es sich um Verbiss durch Schalenwild handelt, können sie sich vom zuständigen Förster beraten lassen.

Nicht jede verbissene Pflanze ist ein "Wildschaden". Aber die Waldbesitzer haben von Gesetzes wegen einen Anspruch darauf, dass " die natürliche Verjüngung der standortgemäßen Baumarten im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen möglich" ist - so steht es im Artikel 1 den Bayerischen Jagdgesetzes.

Wo es im Winterhalbjahr zu Wildschäden gekommen ist, sollten die Geschädigten bis zum 1. Mai an der Gemeinde den Wildschaden anmelden, in der das geschädigte Waldgrundstück liegt. Unabhängig davon können sie den Schaden mit dem Jager im direkten Gespräch regeln.