Waldbau

Waldbesitzer sind die echten Klimaschützer

Ludwig Körner, Bayerischer Waldbesitzerverband
am Donnerstag, 26.11.2020 - 10:03

Die Waldbesitzer möchen ihr positives Tun für Umwelt, Klima und Gesellschaft beständig anerkannt wissen.

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Etwa 1,5 Milliarden € hat die Bundesregierung in den letzten zwölf Monaten für den Wald und die Forstwirtschaft in Deutschland bereitgestellt. Flankiert werden diese Mittel von einer sehr umfangreich ausgestalteten Förderrichtlinie in Bayern. Auch wenn die Mühlen langsam mahlen, so mahlen Sie doch. Aufgrund der unübersehbaren Schäden im Wald war ein Handeln der Politik unausweichlich. Jetzt sind Mittel konkret vorhanden und beantragbar.

Frischzellenkur für die geschundenen Waldbesitzer

Neben der laufenden Förderrichtlinie in Bayern steht das (Bundes-) Investitionsprogramm Wald, welches für dieses und nächstes Jahr mit 100 Millionen Euro ausgestattet ist. Ganz aktuell ist zudem die Bundeswaldprämie gestartet. Ab einem Hektar Waldfläche erhält jeder bayerische Waldbesitzer mindestens 100 € pro Hektar. Auch wenn die Bundeswaldprämie eine einmalige Zahlung ist. Sie wirkt doch wie eine Frischzellenkur für die geschundenen Waldbesitzer und Ihre Waldflächen. Und das ist gut für beide.

Waldbauern sind Klimaschützer

Ich verbinde mit diesen deutlichen politischen Signalen die Hoffnung auf Kontinuität. Die Waldbesitzer möchten weiß Gott keine Flächenprämie wie in der Landwirtschaft. Allerdings wollen wir unser positives Tun für Umwelt, Klima und Gesellschaft beständig anerkannt wissen. Ein Einstieg ist gemacht.

Der nächste Schritt sollte die Anerkennung der Klimaschutzleistungen unserer Wälder sein. Ich kann es nur wiederholen: Wir Waldbesitzer schaffen den Klimawald der Zukunft. Der ist lebendig, artenreich, gepflegt, vielfältig und genutzt. Waldbau ist Klimaschutz und wir sind Klimaschützer.

Deshalb ist es nur richtig, den berechtigten Anteil der Waldbesitzer für ihre Klimaschutzleistung, die CO2-Speicherung in Form von Kohlenstoff, zu honorieren. Dies sollte nicht mit Steuergeldern sondern mit Mitteln aus dem Energie- und Klimafonds (EKF) geschehen, in den Verschmutzer ab 2021 einzahlen.