Klimaschutz

Wald: Senkenleistung nur ein Teil des Klimaschutzeffektes

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Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Montag, 31.05.2021 - 10:14

Der Ersatz klimaschädlicher Alternativen durch Holz im Bauwesen trägt noch einmal erheblich zur CO2-Reduktion bei.

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Klimaschutz sieht vor, die CO2-Speicherwirkung natürlicher Ökosysteme deutlich auszuweiten. Auf diese Weise soll der Bereich Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forst (LULUCF) bis 2030 bereits 25 Mio. Tonnen Treibhausgase mehr aufnehmen, als er ausstößt. Dieser CO2-Ausstoß wird im Jahr 2030 laut der Projektion der Bundesregierung bei ca. 30 Mio. Tonnen liegen. In der Summe ergibt das Einsparungsvorgaben von 55 Mio. Tonnen CO2 bereits in den nächsten Jahren. Dem stehen die sehr langwierigen Entwicklungen der natürlichen Ökosysteme gegenüber.

Nutzungsverbote führen zu verstärktem Einsatz klimaschädlicher Prodkte

Wälder spielen in der Senkenleistung eine herausragende Rolle. So speichern Bäume beim Wachstum CO2 und binden dieses langfristig im Holz. Doch ist es nicht die Senkenleistung allein, die für enorme Emissionsvermeidung sorgt. Der Ersatz klimaschädlicher Alternativen durch Holz beim Bauen vergrößert den Effekt erheblich. Dieser Aspekt kommt nach Ansicht des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) zu kurz. „Die Vorgaben des Klimaschutzgesetzes dürfen nicht dazu führen, dass Nutzungsverbote im Wald und der Verzicht auf Holzverwendung als Lösung angesehen werden. Denn Holz speichert nicht nur CO2, sondern ersetzt auch klimaschädliche Stoffe und Materialien. Die auf diese Weise erzielten Emissionseinsparungen stehen dann auf dem Spiel. Es ist daher wichtig, dass der Bundesrat hier ein deutliches Signal für Waldwirtschaft und Holzverwendung setzt“, kommentiert DeSH-Geschäftsführerin Julia Möbus das neue Klimaschutzgesetz.

Klimaziele brauchen Holz als Baustoff

Der Gesetzentwurf sieht vor, die CO2-Speicherwirkung natürlicher Ökosysteme deutlich auszuweiten. Auf diese Weise soll der Bereich Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF) bis 2030 bereits 25 Mio. Tonnen Treibhausgase mehr aufnehmen, als er ausstößt. Dieser CO2-Ausstoß wird im Jahr 2030 laut der Projektion der Bundesregierung mit ca. 30 Mio. Tonnen angesetzt. In der Summe ergeben sich somit Einsparungsvorgaben von 55 Mio. Tonnen CO2 bereits in den nächsten Jahren. Dem stehen die sehr langwierigen Entwicklungen der natürlichen Ökosysteme gegenüber.

„Für das Erreichen der Klimaziele können wir auf Holz als Bau- und Werkstoff oder als Energieträger nicht verzichten. Eine reine Fokussierung auf Kohlenstoffsenken greift zu kurz, denn gerade natürliche Ökosysteme sind Schwankungen oder Wettereinflüssen in besonderem Maße unterworfen. Daher ist es nun zentrale Aufgabe, schnellstmöglich Maßnahmen zur Umsetzung dieser Klimaziele zu entwickeln, um die vorhandenen Potentiale von Wald und Holz im vollen Umfang zu nutzen“, appelliert Möbus.