Waldumbau

Wald : Finanzielle Hilfen müssen schnell auf die Fläche

Wald
Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Montag, 11.11.2019 - 14:43

Die staatlichen Stützungsgelder sollen besonders für die Wiederbewaldung eingesetzt werden, so die AGDW.

Vom 5. bis 7. November fand in Wernigerode der 17. Bundeskongress für Führungskräfte Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse statt. Eine zentrale Forderung des Bundeskongresses war, dass die finanziellen Hilfen, die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf dem Waldgipfel Ende September zugesichert hatte, jetzt schnell auf die Fläche gelangen. Diese sollen besonders für die Wiederbewaldung eingesetzt werden.

„Die Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse sind wichtig, damit die staatlichen Hilfen zu den betroffenen Waldbesitzern kommen“, sagte Josef Ziegler, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes und Vorsitzender des Ausschusses für überbetriebliche Zusammenarbeit. Viele Kleinprivatwaldbesitzer seien davon abhängig, dass die finanziellen Hilfen über Sammelanträge der Zusammenschlüsse verteilt werden. 

    De-minimis-Regelung als Pferdefuß

    Der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes verwies auf ein zentrales Hindernis hin: Aufgrund der De-minimis-Regelung werde die Förderung der Zusammenschlüsse gedeckelt, so dass besonders in den Hauptschadensgebieten die Bund-Länder-Hilfen nicht in voller Höhe wirksam werden. Ziegler: „Diese Deckelung muss abgeschafft werden, damit auch die Kleinprivatwälder eine bestmögliche Unterstützung erhalten.“

    Darüber hinaus forderte der Präsident, dass der Beitrag der nachhaltigen Forstwirtschaft für den Klimaschutz noch stärker deutlich gemacht wird. „Die katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels auf die Wälder sind in Öffentlichkeit und Politik angekommen“, sagte Ziegler. Jetzt müsse dafür gesorgt werden, dass die klimaschützende Leistung des nachhaltigen Wirtschaftens in den Wäldern anerkannt und auch entsprechend honoriert wird.