Borkenkäfer

Schadholz-Angebot nach wie vor sehr hoch

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am Freitag, 20.09.2019 - 10:29

Frischholzpreise haben in Österreich nochmals nachgegeben.

Wien - Der Kalamitätsholzanfall im In- und Ausland ist nach wie vor enorm. Dem entsprechend sind die Standorte der österreichischen Sägeindustrie trotz Einschnitt an der Kapazitätsgrenze mehr als sehr gut mit Nadelsägerundholz bevorratet. Konkrete Abnahmezusagen können oft nicht mehr getätigt werden. Die meist streng kontingentierte Anlieferung führt zur verzögerten Abfuhr aus dem Wald. Wartezeiten von mehreren Wochen sind vor allem in den Kalamitätsgebieten keine Seltenheit.

Zusätzlich erfolgt die Übernahme und Qualifizierung in den Sägewerken ausgesprochen streng, mit preislich erheblichen Abschlägen von bis zu 35 Euro je Festmeter (FMO) beziehungsweise Abwertung zu Faserholz. Die Frischholzpreise haben nochmals nachgegeben und liegen österreichweit beim Leitsortiment Fichte B, 2b zwischen 60 und 82 Euro je FMO. Dies geht aus dem jüngsten Holzmarktbericht der LK Österreich hervor.

Preise für Industriefaserholz abermals abgesenkt

Die Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie ist weiterhin sehr gut mit Industrieholz versorgt. Neben den anfallenden Kalamitätsmengen sorgen vor allem der hohe Einschnitt und die daraus resultierenden Sägenebenprodukte für volle Lager. Auch Außenlagerkapazitäten sind weitestgehend erschöpft. Vor allem in den Kalamitätsgebieten ist ein hoher Waldlagerstand, noch höher als bei Sägerundholz, zu verzeichnen.

Die Preise für Industriefaserholz wurden abermals abgesenkt und liegen österreichweit zwischen 25 und 36 Euro je FMO. Entgegen der bisher üblichen Praxis wollen manche Industriebetriebe langfristige Verträge vermeiden. Der Absatz von Rotbuchenfaserholz ist zu reduzierten Preisen möglich.