Holzmarkt

Sägestreik für bessere Preise

Holzmarkt
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Montag, 03.05.2021 - 09:49

Während die Schnittholzpreise explodieren, kommt bei den Waldbauern noch zu wenig an, um die Kosten des Waldumbaus zu stemmen.

Die Waldbesitzer erhalten immer noch zu geringe Preise für den Rohstoff Holz, um damit über die Runden zu kommen. Das steht in Kontrast zu dem starken Preisanstieg bei Schnittware. Das will der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR), Georg Schirmbeck, nicht weiter hinnehmen und ruft die Waldbesitzer auf, marktwirtschaftlich zu reagieren, das heißt, auf schlechte Preise mit einem eingeschränkten Angebot zu reagieren, um den Preis auf diesem Weg auf ein faires Niveau von mindestens 120 Euro je Festmeter nach oben zu treiben. Verbreitet erhalten die Waldbesitzer für einen Festmeter Holz weiterhin lediglich um die 70 Euro

Für leergefegte Märkte in Deutschland sorgen vor allem die die Exporte nach USA und China. Die Wirtschaft in China brummt wieder und sorgt für rege Bautätigkeit. Den USA, wo traditionell viel mit Holz gebaut wird, steht Kanada als wichtiger Lieferant nur noch eingeschränkt zur Verfügung. Der Bergkiefernkäfer, der wie der in Deutschland vorkommende Borkenkäfer sich durch die Rinder von Nadelbäumen bohrt und dann sich von dem darunterliegenden Gewebe mit den wasser- und nährstoffführenden Leitungsbahnen ernährt, hat in Kanada immense Schäden verursacht. Jahrelang konnte der Bedarf noch über Kalamitätsholz gedeckt werden. Doch nun ist auch diese Quelle am Versiegen.

Mit Material von AgE