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Tag des Baumes

Krieg hatte vor 70 Jahren zu großem Waldverlust geführt

Waldbaum
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Montag, 25.04.2022 - 10:45

Der Tag des Baumes ist 70 Jahre alt. Damals drohte eine Übernutzung des Waldes wegen Reparationszahlungen und Kriegsschäden.

Heute (25.04.) ist der Tag des Baumes. Erstmals fand er 1952 statt. Ausgerufen hat ihn die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Anlass waren die großen Waldverluste infolge des Krieges. „Die Sorge um die Wälder ist geblieben“, sagte Josef Ziegler, Vizepräsident der AGDW – Die Waldeigentümer, anlässlich dieses Jubiläums.

Klimawandel setzt dem Wald zu

Während vor 70 Jahren die Zerstörung und Übernutzung der Wälder infolge von Krieg und Reparationszahlungen im Fokus standen, geht heute die größte Bedrohung von der Klimakrise aus.

Ziegler sieht bei den Waldbesitzern eine hohe Bereitschaft, ihre Wälder an die Klimaveränderung mit ihren zunehmenden Extremwetterereignissen anzupassen. „Die zwei Millionen Waldbesitzenden in Deutschland fühlen sich ihren Wäldern, die sie oftmals von ihren Eltern übernommen haben, stark verbunden“, so der Vizepräsident des AGDW. „Mit Blick auf den Generationenvertrag wollen sie ihren Kindern und Enkeln stabile Wälder übergeben.“

Waldbesitzer haben sich auf den Weg gemacht

Bereits die nächste Waldgeneration wird zu 90 Prozent aus Misch- und Laubwäldern bestehen. Das haben die Waldbesitzender bereits längst erkannt.

Der Weg zu einem klimatoleranten Wald bringt gewaltige Herausforderung mit sich. Die Waldbesitzer müssen große Investitionen für den Waldumbau aufbringen und gleichzeitig die Schäden der zunehmenden Wetterextreme aufarbeiten. Darüber hinaus kann nicht vorhergesagt werden, wie sich das Klima in den nächsten Jahrzehnten tatsächlich entwickelt, und wie sich die Standorte in den einzelnen Regionen verändern.

Finanzielle Unterstützung durch den Bund nötig

„Bei der Anpassung unserer Wälder an die Klimaerwärmung handelt es sich um eine Herkulesaufgabe“, sagte Ziegler. „Daher brauchen die Waldbesitzenden dringend und sehr schnell die schon lange in Aussicht gestellte finanzielle Unterstützung des Bundes, damit sie diese schwierige Aufgabe meistern können.“