Borkenkäfer

Nach den Eisheiligen kommen die Käfer wieder

Borkenkäfer
Cornelia Triebenbacher, Karin Bork und Hannes Lemme
am Freitag, 17.05.2019 - 13:36

Die niedrigen Temperaturen Ende April und Anfang Mai haben den Schwärmflug der Fichtenborkenkäfer kurzfristig gebremst.

Die Käfer der ersten Schwärmwelle, die um die Osterfeiertage stattfand, haben bevorzugt unter der Rinde überwintert. Nach ihrem Ausflug haben sie sich vor allem in noch liegendes Holz im Wald eingebohrt und sind derzeit bei der Brutanlage. Trotz der kühlen Witterung sind z.T. massive Bohrmehlhäufchen auf den befallenen liegenden Stämmen zu sehen. 

Aus den niederbayerischen Landkreisen Rottal-Inn und Deggendorf sowie in den tieferen Lagen der Landkreise Regen und Freyung-Grafenau wird bereits Stehendbefall gemeldet. In den Bruthölzern wird eine verzögerte Eiablage beobachtet. Diese Brut- und Entwicklungsverzögerung bedeutet jedoch keine Entwarnung für das restliche Borkenkäferjahr.

Sobald es in den kommenden Tagen wieder wärmer wird - voraussichtlich ab Ende der Woche- stehen die Buchdrucker und Kupferstecher in den Startlöchern und werden geballt ausfliegen. In dieser „zweiten“ Schwärmwelle fliegen nun vor allem die Borkenkäfer, die in der Bodenstreu überwintert haben zur Anlage der ersten Generation aus. In der kommenden Woche ist deshalb mit starkem Stehendbefall zu rechnen.