Borkenkäfer

Buchdrucker: Bayern ist zweigeteilt

Kein Bild vorhanden
Externer Autor
am Donnerstag, 06.08.2020 - 14:37

Der Buchdrucker teilt Bayern in zwei Hälften: Norden und Osten sind rot gefärbt – teilweise herrscht akuter Stehendbefall. Der Süden bleibt unauffällig.

Bayernkarte

Eine Zweiteilung Bayerns zeigt der aktuelle Lagebericht der Bayerischen Staatsforsten (BaySF): Während es im Staatswald von den Alpen bis über die Donau hinaus kaum nennenswerte Käferschäden gibt, sind die Zahlen im Frankenwald (Oberfranken), in Teilen Unterfrankens, im westlichen Mittelfranken sowie im Bayerischen Wald deutlich erhöht. Hier ist mit einer raschen Ausbreitung von Befallsherden zurechnen.

„Gerade im Süden hat es viel geregnet, die Böden sind teilweise wieder bis in tiefere Lagen gut mit Wasser versorgt. Das stärkt die Bäume und auch die zuletzt teilweise kühlen Nachttemperaturen mag der Borkenkäfer nicht“, erklären die Experten der BaySF. In den Borkenkäfer-Hotspots Nordbayern und Bayerischer Wald sind die hohen Zahlen auch einer hohen Ausgangspopulation geschuldet. Im Bayerischen Wald ist diese vor allem durch die großen Sturmschäden der Vergangenheit begründet.

Frankenwald als Hotspot

Im Frankenwald erhöhen die Bayerischen Staatsforsten ihren Einsatz bei Such-, Aufarbeitungs- und Logistikkapazitäten. Forstwirte aus Südbayern unterstützen hier die Kollegen in Nordbayern bei der Suche. Harvester werden abgezogen und helfen im Frankenwald bei der Aufarbeitung.

Die Zweiteilung zeigt sich auch im aktuellen Lagerbestand der BaySF. Während in Südbayern Lagerbestände zügig abgebaut werden können, muss vor allem im Frankenwald das anfallende Borkenkäferholz vielfach erst in Nass- und Trockenlager zwischengelagert werden. „Bis auf Weiteres bleiben die Bayerischen Staatsforsten bei der Entscheidung, grundsätzlich kein Nadelfrischholz zu produzieren. Je nach Nachfrage und Marktentwicklung wird diese Entscheidung im Herbst 2020 laufend überprüft werden“, heißt es von Seiten der Staatsforsten.