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Biodiversität

Bestände der Brutvögel nehmen in Wäldern zu

Brutvogel
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Freitag, 28.02.2020 - 16:41

Der Anstieg erfolgt auch außerhalb von ausgewiesenen Schutzgebieten.

Berlin -  Die Bestände gefährdeter Vogelarten erholen sich seit 2010 im Lebensraum Wald kontinuierlich. Das zeigt jetzt eine Studie zur Bestandssituation der Brutvögel in Deutschland. Danach kommen gefährdete Waldbewohner wie der Schwarzstorch wieder häufiger in unseren Wäldern vor. Neben Bruterfolgen in Vogelschutzgebieten konnten auch außerhalb von ausgewiesenen Schutzflächen positive Bestandsentwicklungen, u.a. für Rotmilan und Schwarzspecht, nachgewiesen werden. Mit ca. 1,6 Millionen neuen Brutpaaren zeigte der Wald zudem den höchsten individuellen Zuwachs unter den verschiedenen Lebensräumen.

Mit mehr als 300 nachgewiesenen Brutvogelarten gehört Deutschland bisher zu den artenreichsten Ländern Mitteleuropas. Hotspot der Biodiversität ist der Nord-Osten der Bundesrepublik, hier finden sich besonders vielfältige Lebensräume und Standortunterschiede, mit einem Wechsel aus Offenland und unterschiedlichen Wald- und Gewässertypen.

Die Studie haben der Dachverband Deutscher Avifaunisten, das Bundesamt für Naturschutz und die  Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten erstellt.