Klimaschutz

340.000 Hektar verbrannter Wald in der EU im Jahr 2020

Vorsicht
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Dienstag, 02.11.2021 - 09:50

Diese Fläche ist um 30 Prozent größer als das kleinste EU-Mitgliedsland Luxemburg.

Rumänien war im Jahr 2020 das am stärksten betroffene Land, gefolgt von Portugal, Spanien und Italien. Rumäniens Natura-2000-Gebiete im Donaudelta-Naturschutzgebiet waren erneut stark betroffen. Aus Deutschland wurden 1.360 Waldbrände gemeldet, betroffen war eine Fläche von 368 Hektar. Am stärksten betroffen von den Waldbränden war Brandenburg. Der Klimawandel wird jedes Jahr sichtbarer, zeigt der Bericht.

Europas „Natura 2000“-Schutzgebiete wurden durch Flächenbrände stark beeinträchtigt: Die abgebrannten Flächen beliefen sich auf 136.331 ha – rund 40 Prozent der abgebrannten Gesamtfläche im Jahr 2020 – etwas weniger als 2019, aber über dem Durchschnitt der letzten neun Jahre.

Zahl der "Mega-Brände" nimmt zu

Zu beobachten ist eine erhöhte Brandgefahr, längere Brandzeiten im Jahresverlauf und intensive, sich schnell ausbreitende „Mega-Brände“, die mit herkömmlichen Brandbekämpfungsmitteln kaum zu beeinflussen sind. In diesem Jahr waren bereits Ende Juni, also zu Beginn der eigentlichen Brandsaison, rund 130.000 ha abgebrannt.

Brände betreffen nicht mehr nur die südlichen Staaten, sondern stellen auch eine wachsende Bedrohung für Mittel- und Nordeuropa dar. Mehr als neun von zehn Bränden in der EU sind auf menschliches Handeln zurückzuführen. Zur Vermeidung von Katastrophen sind daher Sensibilisierungs- und Aufklärungskampagnen der Öffentlichkeit in Bezug auf die Brandgefahr von entscheidender Bedeutung.

Die Brandsaison 2021 ist noch ernster. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts (29.10.2021) sind bereits fast 0,5 Millionen Hektar in Flammen aufgegangen, 61 Prozent davon sind Wälder, deren Erholung Jahre dauern wird.