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Vorwurf der Hetze

Wegen Verleumdung: Freie Bauern wollen Jaenicke anzeigen

Hannes Jaenicke zu Gast in der Talkshow „3 nach 9“, wo er Milchviehhaltung als bestialische Tierquälerei bezeichnet haben soll.
Hubert Darchinger
Hubert Darchinger
am Montag, 28.11.2022 - 15:53

Er soll in einer Talkshow gemeinsam mit Sky du Mont gegen die Milchviehhaltung gehetzt und Unwahrheiten verbreitet haben.

Die Freien Bauern haben den Schauspielern Hannes Jaenicke und Sky du Mont sowie der Moderatorin Judith Rakers Lüge und Hetze vorgeworfen und angekündigt, auf Unterlassung ihrer unwahren und verleumderischen Behauptungen zu klagen. Das teilt die Interessenorganisation der bäuerlichen Familienbetriebe in Deutschland in einer Presseaussendung mit.

In der Talkshow 3 nach 9 vom vergangenen Freitag (25. November; Anmerkung der Redaktion) wurde eine rote Linie überschritten,“ sagte Alfons Wolff, Bundessprecher der Freien Bauern und Landwirt aus Hohenthurm in Sachsen-Anhalt. Jaenicke hatte den Freien Bauern zufolge behauptet, konventionelle Milchviehhaltung sei bestialische Tierquälerei, du Mont hatte mit Zustimmung von Jaenicke und Rakers behauptet, alle Kälber aus der Milchviehhaltung würden umgebracht.

"Kälber werden nicht getötet"

Wörtlich soll du Mont über die Kälber aus der Milchviehhaltung gesagt haben: „Die werden ja alle umgebracht. Sie werden in Container geworfen, dann sind es mehrere Schichten, und die unten sterben dann, indem sie ersticken.“ Weder gebe es solche Container, noch solche Tötungsmethoden, noch würden Kälber überhaupt getötet, stellt Wolff klar: „Ein Teil der weiblichen Kälber wird aufgezogen, um später ältere Milchkühe aus der Herde zu ersetzen, der größere Teil wird gemästet und als ausgewachsene Bullen oder Färsen im Alter von rund zwei Jahren geschlachtet.“ Der gesamte Talk habe nichts mit der Wirklichkeit auf den Betrieben zu tun, sondern ziehe die gute Arbeit der Bäuerinnen und Bauern durch den Schmutz, die sich 365 Tage im Jahr um Kühe und Kälber kümmern, heißt es schließlich in der Pressemitteilung.

Mit Material von Freie Bauern