Tierseuche

Vogelgrippe: Weitere Fälle in Norddeutschland

Josef Koch
Josef Koch
am Dienstag, 03.11.2020 - 12:27

Die Vogelgrippe breitet sich in Norddeutschland weiter aus. Weitere Kreise schicken die Tiere in die Ställe.

Gestern (2.11.) wurde in Norddeutschland Geflügelpest bei neun weiteren Wildvögeln nachgewisen. Die Tiere wurden in den Kreisen Nordfriesland und Dithmarschen (Schleswig-Holstein) verendet aufgefunden. Hierbei wurde neben dem Subtyp H5N8 als weiterer Subtyp H5N5 nachgewiesen, der parallel in der Wildvogelpopulation zirkuliert. Eine entsprechende Bestätigung erhielt das Landwirtschaftsministerium vom Friedrich-Loeffler-Institut, dem nationalen Referenzlabor für Geflügelpest.

Nachdem am vergangenen Freitag im Kreis Nordfriesland erstmals im Jahr 2020 Geflügelpest bei drei verendet aufgefundenen Wildvögeln amtlich festgestellt wurde, ist das Geflügelpest-Virus aktuell im Bereich der Küste Nordfrieslands und Dithmarschens bei vier Nonnengänsen, drei Pfeifenten, einem Wanderfalken und einem Seeadler nachgewiesen worden. Damit liegen nun insgesamt zwölf bestätigte Geflügelpest-Fälle bei Wildvögeln vor.

12 bestätige Fälle

Im Kreis Nordfriesland gilt die Aufstallung von Geflügel nach der Geflügelpest-Verordnung in Küstennähe und in weiteren Wildvogelrastgebieten. Aufgrund der aktuellen Nachweise im Kreis Dithmarschen wird in Kürze auch hier die Aufstallung in definierten Gebieten angeordnet.

Neben Schleswig-Holstein haben auch Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern Geflügelpest-Fälle bei Wildvögeln gemeldet. Hier wurde in Hamburg der Geflügelpest-Erreger des Subtyp H5N8 bei einer Wildente und in Mecklenburg-Vorpommern der Subtyp H5N5 bei einem Greifvogel nachgewiesen.