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Tierhaltung im Feuer

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BLW
am Donnerstag, 21.04.2022 - 10:39

Auch im Jahr 2021 ist die Agrar- und Ernährungsbranche in den Medien vielfach mit kritischen Artikeln überzogen worden.

Eine kürzlich veröffentlichte Auswertung der auf Issue-, Risiko- und Krisenmanagement spezialisierten Beratung AFC Risk & Crisis Consult zeigt, dass Missstände in der Tierhaltung, soziale und Umweltauswirkungen der Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft sowie die Kennzeichnung von Lebensmitteln dabei von besonderem öffentlichen Interesse waren. Insgesamt wurden 1191 kritische Veröffentlichungen erfasst, in denen unter Schlagzeilen wie „Massentierhaltung beschleunigt Pandemien“, „Der grausame Alltag der Kühe und Kälber“ und „Eier – das Leid der Hühner und Hennen in der Eierindustrie“ im Durchschnitt drei Mal am Tag über die Branche berichtet wurde.

Dabei waren Meldungen zur Tierhaltung mit 32 % am häufigsten Teil der Berichterstattung. Darauf folgten Meldungen rund um die Themen Umweltauswirkungen der Landwirtschaft, Lebensmittelkennzeichnung, politische Diskussionen sowie Rückstände und Kontaminationen. Auf diese fünf Themen entfielen mit 657 mehr als die Hälfte der erfassten Meldungen.

Auffällig ist laut AFC Risk & Crisis Consult, dass 2021 die Anzahl an Meldungen zu den Themen „Umweltauswirkungen der Landwirtschaft“ und „Politische Diskussionen“ vermehrt im Fokus standen. Politisch diskutiert wurde dem Beratungsunternehmen zufolge insbesondere die Entwicklung rund um das Lieferkettengesetz.

Mit 643 Meldungen war die Fleischbranche erneut der am häufigsten adressierte Sektor. Auch die Branchen Milch und Milchprodukte mit 372, Obst- und Gemüseprodukte mit 283 sowie Mühlen- und Stärkeprodukte mit 245 sahen sich vergleichsweise häufig mit Kritik konfrontiert.