Tierschutz

Tierärztekammer für verbesserte Kontrollen von Schlachthöfen

Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Mittwoch, 19.05.2021 - 12:11

Um den immer wieder auftretenden Schlachthofskandalen zu begegnen, fordert die Bundestierärztekammer eine Optimierung der Kontrollen.

Schlachthof

Die Bundestierärztekammer (BTK) zeigt sich beunruhigt über die in erschreckender Regelmäßigkeit auftauchenden Bilder von Tierschutzskandalen auf Schlachthöfen in den Medien. Die Vorfälle würden die Notwendigkeit verdeutlichen, eine umfassende Diskussion über die Zukunft der amtlichen Fleischhygieneüberwachung zu führen.

„Da die Tierschutzverstöße aber nicht abreißen, müssen kurzfristig Maßnahmen ergriffen werden, um die Schlachttier- und Fleischuntersuchung einschließlich der Tierschutzüberwachung in Schlachtbetrieben weiter zu verbessern“, fordert Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der BTK. Es sei dringend erforderlich, dass sich Bund und Länder endlich gemeinsam des umfassenden Themas der amtlichen Fleischhygieneüberwachung annehmen.

Alle an einer Schlachtstätte tätigen Tierärzte sind verpflichtet, Missstände, die zu vermeidbaren Schmerzen oder Leiden bei Tieren führen können, abzustellen und an die für den Vollzug zuständigen Behörde zu melden, damit unverzüglich rechtliche Maßnahmen eingeleitet und vollzogen werden. Um die amtlichen Tierärzte bei ihrer Tätigkeit zu unterstützen und die Einhaltung ihrer Verpflichtungen zu ermöglichen, fordert der BTK nun zeitnahe Maßnahmen. Dazu gehören:

  • Einführung der Videoüberwachung
  • Zulassungsverfahren für Betäubungsgeräte
  • Stärkung der Fachaufsicht auf allen Ebenen
  • Qualifizierung und Unterstützung der amtlichen Tierärzt:innen durch die zuständige Behörde