Umwelt

Studie versucht Kosten der Lebensmittelerzeugung zu bepreisen

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Ulrich Graf
am Freitag, 21.09.2018 - 12:20

Wissenschaftler der Universität Augsburg haben eine Studie „How much is the dish – was kosten uns Lebensmittel wirklich?“ unter Umweltaspekten erstellt.

Die Studie haben die Tollwood GmbH für Kultur- und Umweltaktivitäten gemeinsam mit der Schweisfurth Stiftung in Auftrag gegeben. Sie sollte externe Kosten der landwirtschaftlichen Erzeugung einbeziehen. In erster Linie betrachteten sie darunter die Umweltbelastungen durch Stickstoff, Treibhausgas-Emissionen und Energieverbrauch, die bei der Produktion von Lebensmitteln entstünden, derzeit aber nicht in die Marktpreise für Lebensmittel einbezogen würden.

Die Studie ermittelte anhand ihrer Datenauswahl eine erhebliche Preisdifferenz zwischen den aktuellen Erzeugerpreisen und den wahren Kosten: Die höchsten externen Folgekosten gehen danach von der Produktion konventionell hergestellter Produkte tierischen Ursprungs hervor: Diese müssten auf Erzeugerebene dreimal so teuer sein, als derzeit bepreist (196 % Aufschlag auf die Erzeugerpreise). Die zweithöchsten Aufschläge müssten für konventionell hergestellte Milchprodukte (96 %) und die niedrigsten für Bio-Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs (6 %) erfolgen.