Tierseuche

Schweinepest wandert in Sachsen westwärts

Josef Koch
Josef Koch
am Donnerstag, 14.10.2021 - 08:41

In Sachsen wurde ein Fall mit Afrikanischer Schweinepest 60 km westwärts der bisherigen Sperrzonen bestätigt.

Wildschwein-tot

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in Sachsen weiter aus. Wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) informiert, hat sich der ASP-Verdacht bei einem Wildschwein in Sachsen außerhalb der bestehenden Sperrzonen bestätigt. Das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut – hat die Tierseuche in der entsprechenden Probe heute (14.10.) nachgewiesen.

Der Fundort liegt im Landkreis Meißen – in der Nähe der A13 bei Radeburg und damit circa 60 Kilometer außerhalb der bisher bestehenden Sperrzonen. Das Tier war bei erweiterten Monitoringmaßnahmen erlegt worden, bei denen gesund erlegte Wildschweine auch westlich der bisherigen Zonen untersucht werden. Sachsen muss nun auch hier die entsprechenden Schutzzonen und weitere Schutzmaßnahmen ergreifen, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern.

Ziel ist es, die Ausbreitung der ASP nach Westen zu verhindern und die Tierseuche so schnell wie möglich zu tilgen. Dazu wurden laut BMEL bereits auf Bundes- und Länderebene umfassende Maßnahmen getroffen.

Insgesamt wurden in Deutschland bisher 2.371 ASP-Fälle bestätigt. Davon waren 1.807 in Brandenburg und 564 Fälle in Sachsen.

 

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