Seuchengefahr

Schweinepest: Ringgemeinschaft fordert zum Handeln auf

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Andrea Tölle
Andrea Tölle
am Mittwoch, 11.12.2019 - 16:20

Die Ringgemeinschaft fordert, den letzten Fund eines infizierten Wildschweincharakters nur 40 km entfernt von der deutschen Grenze wie einen Seuchenausbruch zu behandeln.

Auf die Dringlichkeit von Präventionsmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest wies die Ringgemeinschaft Bayern diese Woche in Briefen an Ministerpräsident Markus Söder, den stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger, Innenminister Joachim Hermann, Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler Johann Häusler hin.

Die Ringgemeinschaft fordert, den letzten Fund eines infizierten Wildschweincharakters nur 40 km entfernt von der deutschen Grenze wie einen Seuchenausbruch zu behandeln. Man sollte nicht warten bis das erste infizierte Wildschwein in Deutschland gefunden wird, sondern bereits jetzt reagieren. Das Errichten „weißer Zonen“ (Wildschweinfreie Korridore entlang von Risikogebieten) werde bei Ausbruch der Seuche in Deutschland zwingend notwendig sein, schreibt der Vorsitzende der Ringgemeinschaft Stephan Neher und verlangt: „Beginnen wir bereits jetzt damit, können wir vielleicht Schlimmeres verhindern.“ Man sollte alle Maßnahmen ergreifen, um die Chance zu erhöhen von der Seuche verschont zu bleiben.

Auch bittet die Ringgemeinschaft die angeschriebenen Politiker ausdrücklich, sich für ein Handelsabkommen zwischen Deutschland und China einzusetzen, so dass auch im Falle eines ASP-Ausbruches in der deutschen Wildschweine-Population weiterhin Exporte nach China möglich sind.