Tierseuche

Schweinepest: Glauber empfiehlt freiwillige Testungen

Josef Koch
Josef Koch
am Montag, 14.09.2020 - 05:00

Schweinehaltende Betriebe sollten laut Umweltminister Glauber freiwillig ihren ASP-Status feststellen lassen. Das ermöglicht, bei einem ASP-Ausbruch in der Region weiter Schweine vermarkten zu können.

Afrikanische Schweinepest-Sperrbezirk

Um einzelbetriebliche Handelsbeschränkungen in Deutschland und der Europäischen Union durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) vorzubeugen, unterstützt das bayerische Umweltministerium schweinehaltende Betriebe durch das "Freiwillige Verfahren Status-Untersuchung ASP". Übers Wochenende hat zudem China ebenfalls wie Südkorea einen Exportstopp verhängt.

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber ruft die Landwirte dazu auf, an dem Programm teilzunehmen: "Wir nehmen die aktuelle Situation sehr ernst. Der Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Veterinärverwaltung, Landwirtschaftsbehörden und Tierhalter müssen jetzt eng zusammenarbeiten."
 

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Wo man sich anmelden kann

Mit dem ASP-Früherkennungsprogramm habe Bayern für die Landwirte ein gutes Angebot auf den Weg gebracht, um im Bedarfsfall schnell und kostengünstig weiter handeln zu können, so Glauber.

Das Anmeldeformular und weitere Informationen zum "Freiwilligen Verfahren Status-Untersuchung ASP" sowie zur ASP sind abrufbar unter:

www.lgl.bayern.de/asp.htm.

Die Maßnahme könne helfen, Existenzen zu sichern. Außerdem müsse verhindert werden, dass die Afrikanische Schweinepest nach Bayern eingeschleppt wird.

Ausnahmen in Restriktionsgebieten möglich

Die Teilnahme am freiwilligen Verfahren Status-Untersuchung ASP können Landwirte seit dem 1. Juli 2020 bei den zuständigen Veterinärämtern beantragen. Das Umweltministerium stellt für die neben den Betriebsinspektionen notwendigen Untersuchungen auf das ASP-Virus insgesamt 100.000 Euro bereit, weitere 100.000 Euro investiert das Landwirtschaftsministerium.

Mit der Teilnahme an dem ASP-Früherkennungsprogramm mit regelmäßigen Untersuchungen auf das ASP-Virus und Betriebsinspektionen können schweinehaltende Betriebe bereits jetzt die Grundlage dafür schaffen, im Fall eines ASP-Ausbruchs ohne größere zeitliche Verzögerung und mit geringem Aufwand die erforderlichen Genehmigungsvoraussetzungen zu erfüllen. Dadurch bleibt das Verbringen von Schweinen aus ASP-Restriktionsgebieten weiter möglich und der Handel mit den Tieren kann aufrechterhalten werden.

Über die Maßnahmen, die nach der Schweinehaltungshygieneverordnung zu ergreifen sind, können sich Landwirte  auf der Internetseite des Umweltministeriums informieren. Schweinehaltende Betriebe sollten jetzt ihre Tiere bestmöglich schützen und besonders konsequent die Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen einhalten, rät der Umweltminister.