++Update 28.9.2020+++

Schweinepest: 35 ASP-Fälle bestätigt

Josef Koch
Josef Koch
am Montag, 28.09.2020 - 09:40

Über das Wochenende hat sich die Zahl der Ausbrüche von Afrikanischer Schweinepest erhöht.

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Drei weitere ASP-Ausbrüche bei Wildschweinen hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) über das Wochenende bestätigt. Damit erhöht sich die Gesamtzahl innerhalb von gut 14 Tagen auf 35. Am Freitag nachmittag, den 25. September, wurden zwei neue Fälle festgestellt, am Samstag morgen kam nochmals  einer hinzu Der Fundorte lagen innerhalb des Kerngebiets in Brandenburg.

Beim Treffen der Länderagrarminister am vergangenen Freitag erklärten die Bundesländer ihrer Solidarität bei der ASP-Bekämpfung. Sie unterstützen Brandenburg bei wichtigen Maßnahmen.

24.09.2020: Immer mehr Ausbrüche - Jetzt 32 bestätigt

Bisher bleibt der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest auf das gefährdete Gebiet in Brandenburg begrenzt. Am 24. September hat das das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) drei Fälle ASP-infizierter Wildschweine bestätigt. Damit wächst die Gesamtzahl de Ausbrüche auf 32.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Deutsche Jagdverband (DJV) fordern ein koordiniertes Vorgehen gegen die Afrikanische Schweinepest von Bund und Ländern. 

23.9.2020: ASP bei 29 Wildschweinen festgestellt

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Das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut hat am 23.9.2020 bei neun weiteren Wildschweinen den amtlichen Verdacht auf Afrikanische Schweinepest (ASP) bestätigt. Diese neun Wildschweine wurden alle tot im Ortsteil Kummro nahe der Gemeinde Neuzelle im Landkreis Oder-Spree gefunden, teilt das brandenburgische Verbrauchschutzministerium mit.

Der Erreger wurde in den entsprechenden Proben nachgewiesen. Damit steigt die Gesamtzahl auf 29 bestätigte ASP-Fälle in Brandenburg.

Alle 29 infizierten Wildschweine wurden innerhalb des eingezäunten Kerngebiets gefunden, davon 9 nahe Schenkendöbern im Landkreis Spree-Neiße und 20 nahe Neuzelle im Landkreis Oder-Spree. Das Kerngebiet hat eine Fläche von circa 150 Quadratkilometern und einen Umfang von circa 60 Kilometern.

Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher versichert, das Kerngebiet und das gefährdete Gebiet werden gezielt nach toten Wildschweinen abgesucht. Es werden Hubschrauber mit Wärmebildkameras und Drohnen eingesetzt.

Geschulte Suchtrupps sind im Einsatz und seit Montag unterstützen Hundestaffeln aus Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz das ostdeutsche Bundesland.

Nonnemacher erwartet weitere bestätigte ASP-Fälle. Solange infizierte Wildschweine innerhalb des bestehenden Kerngebiets gefunden werden, ändere sich nichts an der Lage.

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Choices

21.9.2020: 20 bestätigte Fälle

Die Zahl der Wildschweine, die mit der Afrikanischen Schweinepest infiziert sind, steigt weiter rasant an. Zudem verläuft die Seuchenbekämpfung in den drei brandenburgischen Landkreisen nicht optimal.

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat am 21. September 2020 sieben weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. Insgesamt gibt es nun 20 bestätigte Fälle. Das FLI als nationales Referenzlabor hat die Tierseuche in den entsprechenden Proben nachgewiesen. Die Fundorte liegen innerhalb des gefährdeten Gebiets.

18.9.2020: Jetzt 13 Fälle bestätigt

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Die Zahl der vom Friedrich-Loeffler-Institut bestätigten Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen im Land Brandenburg ist am Freitag, den 18. September, um weitere sechs auf insgesamt 13 gestiegen. Die Fundorte liegen innerhalb des gefährdeten Gebiets.

Laut Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher werden Hubschrauber mit Wärmebildkameras und Drohnen eingesetzt, geschulte Such- und Bergungsteams sind im Einsatz. Ab Montag unterstützen Hundestaffeln aus Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz bei der Suche nach Wildschweinkadavern.

Das sogenannte Kerngebiet mit den bestätigten positiven ASP-Fällen, die zuletzt nahe Neuzelle im Landkreis Oder-Spree gefunden wurden, wurde jetzt in diese Richtung vergrößert. Dieses Kerngebiet hat nun einen Umfang von 60 Kilometern und eine Fläche von 150 Quadratkilometern und umschließt unter anderem Neuzelle sowie Teile der Gemarkungen Eisenhüttenstadt und Lawitz. Das erweiterte Kerngebiet wird seit heute mit mobilen elektrischen Weidezäunen eingezäunt.

Das festgelegte gefährdete Gebiet mit einem Radius von circa 20 bis 25 Kilometern um den ersten Fundort im Ortsteil Sembten im Landkreis Spree-Neiße bleibt unverändert.

Außerdem haben die betroffenen Landkreise Spree-Neiße, Oder-Spree und Dahme-Spreewald in enger Abstimmung mit dem Landeskrisenzentrum Tierseuchenbekämpfung um das gefährdete Gebiet herum eine Pufferzone mit einer Fläche von rund 2.300 Quadratkilometern eingerichtet. Die Pufferzone gilt als seuchenfrei. Die drei Landkreise haben ihre Tierseuchenallgemeinverfügungen entsprechend angepasst.

Im Verbraucherschutzministerium tagte heute der Landeskrisenstab. Dazu waren auch der Landesbauernverband, der Bauernbund, der Hybridschweinezuchtverband und der Landesjagdverband eingeladen. Die angeordneten Maßnahmen seien für viele Landwirte schmerzhaft.

Vorläufige Maßnahmen in der neu eingerichteten Pufferzone im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen

  • Verstärkte Kadaversuche
  • Einrichtung eines Meldesystems für aufgefundene Kadaver
  • Kadaverbergung durch geschulte Bergetrupps
  • Einrichtung von Kadaver-Sammelstellen und unschädliche Beseitigung der Kadaver
  • Virologische Untersuchung aller erlegten und verendeten Wildschweine (Fallwild und Unfallwild)
  • Einrichtung von Wildannahmestellen zur hygienischen Aufbewahrung und Beprobung von gesund erlegtem Wild
  • Verbot von Bewegungsjagden (ausgenommen Erntejagden)

17.9.2020: Schweinepest: Siebter Fall bestätigt

Wildschwein-tot-Brandenburg

In Deutschland ist der siebte Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Brandenburg bestätigt worden. Das teilte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit. Das Friedrich-Loeffler-Institut als Nationales Referenzlabor hat die Tierseuche in der entsprechenden Probe heute nachgewiesen.

Der Fundort liegt innerhalb des gefährdeten Gebiets in der näheren Umgebung der Ortschaft Neuzelle im Landkreis Oder-Spree. Weitere Funde sind von Experten erwartet worden. Die ASP wird sehr leicht über Körperflüssigkeiten von Wildschein zu Wildschwein übertragen.  

Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wir vor frei von der Afrikanischen Schweinepest.

16.9.2020: Weitere fünf Fälle bestätigt

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) informiert, dass sich der amtliche Verdacht der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei fünf weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt hat. Das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut – hat die Tierseuche in den entsprechenden Proben nachgewiesen. Damit erhöht sich die Zahl der ASP-infizierten Wildschweine auf sechs.

Nachdem am vergangenen Donnerstag, 10. September 2020, ein Fall von ASP bei einem Wildschwein in der Region bestätigt wurde, waren weitere Fälle bei Wildschweinen erwartet worden. Es ist davon auszugehen, dass das hochansteckende Virus vor dem Auffinden des ersten Kadavers in die Wildschweinpopulation eingetragen wurde.

Das Land Brandenburg muss die bestehende Schutzzonen und Schutzmaßnahmen nun entsprechend anpassen, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern. Das Bundesministerium wird die Europäische Union (EU), die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) sowie die Handelspartner informieren.

Intensive Gespräche mit Drittstaaten

Weiterhin ist das Bundesagrarministerium in intensiven Gesprächen mit den relevanten Drittstaaten wie China, Südkorea oder Japan, um mittels eines Regionalisierungskonzepts den Handel aus Nicht-Restriktionsgebieten in diese Länder zu ermöglichen.

Innerhalb der EU bleibt der Handel mit Schweinefleisch weiter möglich. Das Regionalisierungskonzept für die Afrikanische Schweinepest ist in der EU anerkannt. Dementsprechend wird der Handel lediglich für jene Betriebe eingeschränkt, die im Restriktionsgebiet liegen. Derzeit verbleiben laut BMEL rund 70 Prozent der deutschen Exporte im EU-Binnenmarkt.

15.9.2020: Fünf weitere Verdachtsfälle

Das Landeslabor Berlin-Brandenburg hatte am Dienstag, 15. September, bei fünf weiteren Wildschweinen die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen. Die Tiere wurden nahe der Gemeinde Neuzelle im Landkreis Oder-Spree gefunden.

Die Fundorte liegen alle im bereits festgelegten gefährdeten Gebiet. Das teilte das Verbraucherschutzministerium des Landes Brandenburg mit.

Es handelt sich um vier tot aufgefundene Wildschweine (Fallwild) sowie um ein krank erlegtes Wildschwein. Wie in solchen Fällen vorgeschrieben wurde Untersuchungsmaterial der fünf Kadaver noch am gleichen Tag zum Nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, FLI) geschickt, das die Untersuchungsergebnisse bestätigen muss.